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Frisch und fein garniert serviert

11.10.2019

Von UDO

Foto: Warner Foto: Warner

„Komm in mein Haus“ singen die Berliner Seeed und breiten auf „Bam Bam“ (Warner) die Arme zu sattem Reggae aus. Willkommen im Paradies, Schluss mit Glaubenskämpfen, Liebe und Offenheit müssen her. „Der König ist tot, lang lebe der Clown. Wir bauen einen Zaun.“ Seeed wirbeln im Zeitgeist, unterm grauen Himmel wird getanzt. Dies sowieso über das ganze Album hinweg bis zum vollorchestrierten und gespenstisch parodistischen „What a Day“. Nach dem überraschenden Tod des Kollegen Demba Nabé im Mai des vergangenen Jahres stand für Pierre Baigorry alias Peter Fox und Frank Dellé, die beiden verbliebenen Frontmänner der Berliner „Big Band“, nicht fest, ob es weitergehen würde. Wer nun Hüftblockaden und emotionalen Tiefgang erwartet, der wird von definitiver Tanzbarkeit überrascht, denn Seeed legen keinen gedämpften Aufguss hin, sondern starten zumindest musikalisch mit bewährt knackigem Bläsersatz einfach voll durch.Textlich ist das wie in „Sie is geladen“ mit Sängerin Nura zwar bisweilen eher dürftig, und Rapper Trettmann reißt sich auch nicht gerade ein Wortwitz-Bein heraus, in Sachen Sound-Finesse stellen sich auf dem fünften Album aber kaum Fragezeichen. Dub, HipHop, Dancehall, Reggae oder Afro-Beats – nichts Neues, aber frisch und fein garniert serviert. Dazu auch ein Überraschungscoup wie „Lass das Licht an“, bei dem die Herrschaften von Deichkind den Seeed-Sound mit Elektro-Lust in gute Form bringen. Ein schönes Album, das live sicherlich bestens funktionieren wird. Die Hallenkonzerte sind bereits alle ausverkauft. Nächste Live-Chance im Süden ist das Southside-Festival 2020. udo

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Erstellt:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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