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Baden-Baden

Friedlicher Protest gegen die Politik der G20 in Baden-Baden

Mehrere hundert Demonstranten haben am Samstag in Baden-Baden friedlich gegen die Politik der G20 protestiert.

18.03.2017
  • dpa/lsw

Baden-Baden. Während im Kurhaus die wichtigsten Finanzminister und Notenbankchefs der Welt um gemeinsame Linien in der Finanz- und Handelspolitik rangen, marschierten die Kritiker im Dauerregen durch die Stadt. Ein großes Polizeiaufgebot begleitete den Protest.

Die Veranstalter vom Bündnis NoG20 hatten mit 1000 Teilnehmern gerechnet, die Polizei schätzte die Gruppe am Nachmittag auf rund 500. «Bisher ist es ruhig geblieben», sagte ein Polizeisprecher. Getragen wird NoG20 vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac und verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Gruppen.

Die Demonstranten kritisierten die G20 auf Bannern und in Reden, weil sie undemokratisch und nicht transparent sei. Sie forderten Veränderungen in der Steuerpolitik. Die Regierungen müssten gegen Möglichkeiten globaler Konzerne zur Steuerflucht und Steuervermeidung vorgehen. Außerdem forderten sie eine Entschuldung für arme Länder. Sonst drohe die nächste große Schuldenkrise mit katastrophalen Auswirkungen für viele Millionen Menschen.

Die NoG20-Organisatoren riefen die Demonstranten dazu auf, sich an den geplanten Protesten zum G20-Gipfel der Staats-und Regierungschefs im Juli in Hamburg zu beteiligen. Deutschland hat zurzeit die G20-Präsidentschaft inne.

In einem ökumenischen Gottesdienst in Baden-Baden hatte der Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger, gemahnt, es sei an der Zeit, «die Welt mit den Augen der Armen zu sehen». Der Evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh sagte: «Die Entscheidungen der G20-Finanzministerinnen und Finanzminister und der Notenbankchefs bestimmen über das Leben und die Zukunft von vielen Millionen Menschen weltweit.» Mehr als 100 Länder befänden sich in einer dramatischen Schuldenkrise, erinnerte er.

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18.03.2017, 07:39 Uhr | geändert: 18.03.2017, 16:01 Uhr
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