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Karlsruhe

Freund von toter NSU-Zeugin gestorben

Eine NSU-Zeugin stirbt im vergangenen Jahr und jetzt lebt auch ihr Freund nicht mehr.

17.02.2016

Von dpa/lsw

Karlsruhe. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe untersucht den Tod eines 31 Jahre alten Mannes, der am Montag vor einer Woche in Kraichtal (Kreis Karlsruhe) gestorben war. «Alles deutet auf einen Selbstmord hin», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Auch andere Medien hatten über den Fall berichtet. Die Suizidvermutung werde durch das vorläufige Obduktionsergebnis gestützt und außerdem untermauert durch eine «elektronische Nachricht», die der Mann kurz vor seinem Tod abschickte.

Der Mann wurde in dem Haus gefunden, in dem er mit seiner Freundin bis zu deren überraschenden Tod gelebt hatte: Die 20-Jährige starb an einer Lungenembolie. Zuvor war sie vom NSU-Ausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen worden, weil sie sich bedroht gefühlt hatte. Der Ausschuss soll die Verbindungen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) in den Südwesten und mögliches Behördenversagen untersuchen.

Der Fall der Frau werde wegen des Todes ihres Freundes nicht neu aufgerollt, sagte der Sprecher. «Die Diagnose der Lungenembolie ist gesichert.» Sogenannte «Umfeld-Abklärungen» im Fall ihres Freundes sollen aber klären, welche Motive für seinen vermuteten Suizid eine Rolle gespielt haben könnten. Ob er Verbindungen zur rechtsextremen Szene gehabt habe, sei bislang nicht bekannt. Mit dem endgültigen Obduktionsergebnis werde in einigen Wochen gerechnet.

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Erstellt:
17. Februar 2016, 13:53 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2016, 12:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2016, 12:30 Uhr

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