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Freie Bahn für die Karawane des Sports!
Sportredakteur Wolfgang??? Scheerer berichtet aus Rio de Janeiro. Foto: KOENNEKE V

Freie Bahn für die Karawane des Sports!

Sportredakteur Wolfgang Scheerer berichtet von seinen Erfahrungen in Rio de Janeiro.

06.08.2016
  • WOLFGANG SCHEERER

Rio de Janeiro. Die Olympischen Spiele in Rio haben begonnen. Mit langen Staus. Wer munter daran vorbeidüsen darf, kann sich ein bisschen wie ein Staatspräsident auf dem Weg zur Eröffnungsfeier fühlen. Priviligiert. Die „Olympic Lanes“, eigens mit grüner Linie markierte Fahrstreifen, machen es möglich.

Auch Athleten, Trainer, Funktionäre ebenso wie die Journalisten haben freie Bahn, wenn sie in einem der offiziellen Olympia-Busse auf einer der Hauptrouten zu den weit auseinanderliegenden Wettkampfstätten unterwegs sind.

Anders wäre ein halbwegs pünktlicher Ablauf der Sommerspiele in verkehrsüberfluteten Metropolen wie Rio de Janeiro mit seinen zwölf Millionen Einwohnern im Großraum heute unvorstellbar.

Fast 170 Kilometer Spuren für Extra-Touren werden deshalb jetzt freigehalten. Außerdem gibt es seit gestern Morgen Straßensperren rund um die vier großen Wettkampfzentren. Nur Anwohner mit Sondererlaubnis kommen jetzt noch durch die strengen Kontrollen. Das engt den übrigen Verkehr noch mehr ein.

Auch wenn wenige Vorfahrt haben, der Rest Rios auf manchen Strecken in langen Schlangen aus Blech stöhnt und nur die Motorradfahrer mit quäkendem Hupen im Slalom vorwärtsdrängen – ein mit Verlaub etwas plattes Wortspiel mag zielführend sein: Im Zeichen der fünf Ringe funktioniert beispielsweise Ringen nur mit Ringern. Sie rechtzeitig ans Ziel zu chauffieren, ist trotz der „Olympic Lanes“ oft große (Fahr-)Kunst.

Denn nicht immer ist alles so frei, wie es sein soll. Zum Beispiel am Tunnel hinter dem Maracanãstadion: Baustelle, Engstelle! Alles steht. Strafen sollen deshalb abschrecken. Umgerechnet 35 Euro muss bezahlen, wer unbefugt eine „Olympic Lane“ benutzt und sich so einen Mobilitätsvorteil verschaffen will. Obendrauf gibt's fünf Punkte. Bei 20 ist der Führerschein weg.

Es braucht also Geduld und gute Nerven. Nur noch gut zwei Wochen, dann zieht die große Karawane des Sports wieder ab.

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06.08.2016, 06:00 Uhr
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