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Freiburg

Freiburgs OB Horn zum Wohnungsbau: «Es läuft etwas schief»

Der neue Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) will bezahlbaren Wohnraum zur Chefsache machen und dafür eine Expertengruppe einrichten.

02.07.2018
  • dpa/lsw

Freiburg. In städtischen Wohnungen werde es vorerst keine Mieterhöhungen geben, ein neues Baugebiet werde bewusst ohne Gewinn orientierte Investoren erschlossen. «Gleichzeitig ist Wohnraum wohl auch das Thema, wo ich am meisten Menschen enttäuschen werde», sagte Horn am Montag bei seiner Amtseinführung. Verbesserungen könne es «nicht über Nacht» geben.

Steigenden Mieten und explodierenden Immobilienpreise sagte Horn den Kampf an. «Wir als Stadt haben hier eine soziale Verantwortung», sagte der 33-Jährige. Es brauche bezahlbaren Wohnraum. Dies sei das zentrale Thema im Wahlkampf gewesen und nun die größte Herausforderung. «Was wir in Freiburg erleben, ist sozial nicht mehr verträglich», sagte Horn. Gering- und Normalverdiener hätten keine Chance, passenden Wohnraum zu finden. Die städtische Wohnbaugesellschaft sei nun gefordert, dies zu ändern. Sie werde hierfür grundlegend neu ausgerichtet.

«Wenn Normalverdienende wie Polizisten, Erzieher, Handwerksmeister, städtische Angestellte, Pfleger oder Lehrer keine Wohnung - schon gar keine halbwegs bezahlbare - mehr finden, dann läuft etwas schief», sagte Horn. «Und wenn sich junge Familien vergrößern möchten und damit automatisch gezwungen sind, ins erweiterte Umland zu ziehen, dann läuft auch etwas schief.»

Horn ist nach eigenen Angaben der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Am Montag hatte er seinen ersten Arbeitstag. Er hatte Anfang Mai die Oberbürgermeisterwahl in der rund 230 000 Einwohner zählenden Stadt für sich entschieden und so den seit 16 Jahren regierenden Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne) aus dem Amt gedrängt. Freiburg ist die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg.

«Wenn Normalverdienende wie Polizisten, Erzieher, Handwerksmeister, städtische Angestellte, Pfleger oder Lehrer keine Wohnung - schon gar keine halbwegs bezahlbare - mehr finden, dann läuft etwas schief», sagte Horn zum Amtsantritt: «Und wenn sich junge Familien vergrößern möchten und damit automatisch gezwungen sind, ins erweiterte Umland zu ziehen, dann läuft auch etwas schief.»

Der parteilose Horn war im Wahlkampf vor allem von der SPD unterstützt worden. Als politischer Neuling benötige er aktive Unterstützung, sagte er. Er werde die Bürgerbeteiligung ausbauen und setze dabei auch auf Social Media. So könne Politik transparent erklärt werden, dies stärkt die Legitimation: «Wenn wir das nicht tun, wenn wir uns nicht darauf einlassen, überlassen wir das Feld denen, die die Demokratie schlecht reden.»

Zunächst ist Horn lediglich «Amtsverweser». Eine Frau, die auch andernorts juristisch gegen Wahlen vorgeht, klagt vor Gericht. Bis dieses entscheidet, darf Horn im Gemeinderat nicht abstimmen. Weitere Einschränkungen hat er den Angaben zufolge nicht.

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02.07.2018, 16:15 Uhr | geändert: 02.07.2018, 16:20 Uhr
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