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Kriminalität

Frau und Tochter ermordet?

Im Münchner Vermisstenfall belasten Blutspuren an Wohnungsgegenständen den Familienvater.

14.08.2019

Von DPA

Leitet die Ermittlung: Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich. Foto: Peter Kneffel/dpa

München. Eine vermisste 41-jährige Münchnerin und ihre 16 Jahre alte Tochter scheinen tot zu sein. Das teilt die Polizei mit, nachdem sie in einem Waldstück eine Schmutzfangmatte und einen Teppich mit Blut der beiden gefunden hat. Sie stammen aus der Wohnung der Familie. Derzeit steht der 44-jährige Ehemann und Stiefvater im Verdacht, seine Angehörigen umgebracht zu haben, sagte Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich.

Polizeibeamte hatten den Truderinger Forst im Südosten Münchens durchkämmt. „Hier ist ein Ankerpunkt des Beschuldigten“, sagte der Leiter der Mordkommission bei der Münchner Polizei, Josef Wimmer. Der Mann sei dort spazieren gegangen und habe Pilze gesucht. Es liege nahe, dass man Leichen dort ablegt, „wo man sich auskennt“.

Von der 41 Jahre alten Frau und ihrer 16-jährigen Tochter fehlt seit 13. Juli jede Spur. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann zuerst seine Frau getötet hat und danach die Tochter, um die Tat zu verschleiern. Er sitzt wegen des Verdachts auf Totschlag und Mord in U-Haft.

Es sei zu früh zu sagen, was Hintergründe oder das Motiv sein könnten, sagte Heidenreich. „Der Beschuldigte schweigt, die Opfer sind noch nicht gefunden.“ Die Polizei hat russische Behörden um Mithilfe gebeten, weil sowohl der Mann als auch die Vermissten Deutsch-Russen waren und Bezüge nach Russland hatten.

Der Mann hatte die Frauen als vermisst gemeldet. Seinen Angaben zufolge hatten sie am 13. Juli in einem Einkaufszentrum shoppen gehen wollen. dpa

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Erstellt:
14. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
14. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 06:00 Uhr

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