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Französische Filmtage · Festival mit Happy End
Plötzlich querschnittsgelähmt: Benjamin (Pablo Pauly) muss lernen, mit diesem Schicksal umzugehen. Das Tübinger Publikum kürte „Patients – lieber leben“ des ebenfalls im Rollstuhl sitzenden Poetry-Slam-Künstlers Mehdi Idir zu seinem Lieblingsfilm.Verleihbild
Mehr Besucher, interessante Diskussionen, zufriedene Gäste

Französische Filmtage · Festival mit Happy End

Ein glückliches Team freute sich am Mittwoch über den Ausgang der 34. Französischen Filmtage.

08.11.2017
  • Ulla Steuernagel

Glückliche Gesichter bei den Französischen Filmtagen: Beim Pressegespräch zog das Team eine so positive Bilanz wie lange nicht. Die Besucherzahlen an den acht Festivaltagen waren zwar noch nicht ausgezählt, aber so viel scheint schon klar: „auf jeden Fall mehr als im letzten Jahr“, also mehr als 13.000 verkaufte Eintrittskarten. Und das, obwohl in dem um 240 Plätze reduzierten Museum 1 bei drei Vorstellungen pro Tag rund 700 Plätze weniger zur Verfügung stehen. Auch in Rottenburg wurden mindestens 100 Tickets mehr verkauft als im Vorjahr.

Man habe in diesem Jahr die Werbetrommel kräftiger gerührt als sonst und sei auf Facebook sehr aktiv gewesen. Doch die eigentliche Sensation war: Der Programmkatalog war schon zwei Wochen vor dem Festival fertig. „An den zwei Samstagen vor den Filmtagen wurde er uns wie warme Semmeln aus der Hand gerissen“, hatte Pressesprecherin Andrea Bachmann beobachtet. Offenbar nahm das Publikum diese ungewohnt frühe Aufklärung dankbar an.

Festivalleiter Christopher Buhholz schwärmte von dem tollen Team in der Filmtage-Lobby. Dieses Lob wurde von allen anwesenden Mitarbeiter/innen geteilt. Programmleiter Hasan Ugur sieht das Tübinger Festival im europäischen Maßstab direkt hinter dem größten Festival für Frankophonie im belgischen Namur. Dort beginnt man vier Wochen vor Tübingen und hat ein sehr ähnliches Programm. Manche Gäste waren an beiden Orten, aber zeigten deutliche Sympathie für Tübingen: „Namur ist größer, aber das Ambiente und die familiäre Atmosphäre in Tübingen sind schöner“, gab Ugur die Eindrücke wieder. „Diese Begeisterung spricht sich in Frankreich rum“, bestätigte Christopher Buchholz.

In die Glücksbilanz passte auch, dass mehr junge Besucher den Weg ins Kino fanden, nicht nur in das den Unterricht ersetzende Schulkino am Morgen, sondern auch am Nachmittag oder Abend. Und Jule Pasche, zweite Vorsitzende des Filmtagevereins und nicht mehr ganz im jugendlichen Alter, zog ihre persönliche Filmtage-Bilanz mit den Worten: „Kino erweitert den Horizont gigantisch!“

Diese Filme wurden preisgekrönt

Der Internationale-Jury-Preis geht an Carré 35 von Éric Caravaca (5000 Euro) – die Geschichte der „Zurückeroberung“ eines vergessenen Ortes.

Der Tübinger Publikumspreis mit 2500 Euro, der auch über den Verleihförderpreis über 21.000 Euro bestimmt, ist für Patients von Mehdi Idir, eine Komödie um die Neujustierung eines Lebens im Rollstuhl.

Den Preis der Jugendjury Tübingen (1000 Euro) bekommt der Eröffnungsfilm Cherchez la femme von Sou Abadi.

Der Preis für den innovativsten Kurzfilm geht an Les petites mains von Rémi Allier, der Stuttgarter Drehbuchpreis(1000 Euro) an Le Semeur von Marine Francen, der Stuttgarter Publikumspreis (1000 Euro) an Cherchez la femme und der Stuttgarter Jugendpreis an Et au pire on se mariera von Léa Pool.

Schülerkurzfilmwettbewerb:

Der Hauptgewinn in der Kategorie 9. bis 13. Klasse ging an die 10b des Tübinger Kepler-Gymnasiums mit Sans contact.

Eine lobende Erwähnung gab es für Chocolat der Klasse 10d vom List-Gymnasium in Reutlingen.

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08.11.2017, 22:00 Uhr
Französische Filmtage · Festival mit Happy End





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