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Bitte keine Sprüche!

Franziska Maichle aus Bodelshausen hofiert bei RTL den „Bachelor“

Franziska Maichle hat eine tadellose Optik, Abitur und vor sich eine Akademikerlaufbahn. Nur halt: keinen Kerl an ihrer Seite. Deshalb tritt die 23-jährige BWL-Studentin aus Bodelshausen heute Abend in der TV-Liebeskonkurrenz „Der Bachelor“ an. Unter RTL-Redakteurinnen-Aufsicht erzählte sie dem TAGBLATT davon.

27.01.2016

Von Kathrin Löffler

Kocht gern und kann nicht flirten (sagt sie selber): Franziska Maichle. Bild: RTL

TAGBLATT: Franziska, gibt‘s in Bodelshausen keine tollen Männer?

FRANZISKA MAICHLE: Nein, in Bodelshausen gibt‘s keine tollen Männer. Auch in der kompletten Umgebung bin ich nicht fündig geworden.

Sie machen bei einer Kuppelshow im Fernsehen mit. Suchen Sie die große Liebe oder wollen Sie berühmt werden?

Im Vordergrund steht natürlich der Mann. Auf den fixiere ich mich, da erhoffe ich mir auch etwas. Aber das Abenteuer an sich reizt einen natürlich auch.

2009 waren Sie schon bei „Deutschland sucht den Superstar“ zu sehen.

Das stimmt. Ich kam bis in den Recall. Da war ich noch etwas jünger, da hat man noch solche Träume. Ich wäre halt gern Superstar geworden. Aber ich war zu jung und unerfahren. Und im Endeffekt macht man kein Geld mit diesem Business. Deshalb habe ich lieber mein Abitur durchgezogen.

Beschreiben Sie mal ihre Flirt-Strategie, die Sie beim Bachelor angewandt haben.

So wirklich habe ich keine Strategie. Ich versuche, mit meinem Humor und meiner offenen und ehrlichen Art zu punkten. Richtig flirten ist nicht so mein Ding.

Ich stelle es mir relativ anstrengend vor, mit 21 anderen Frauen eine gewisse Zeit unter dem gleichen Dach zu verbringen.

Es ziehen nicht alle 21 ein – nur die, die in der ersten Nacht eine Rose vom Bachelor bekommen. Danach sind es ein paar weniger. Aber trotzdem sehr viele Frauen. Man muss halt schauen, wer welche Rolle übernimmt.

Was war denn Ihre?

Ich koche ganz gern. Ich habe also eher die Mutterrolle und versorge immer alle.

Bachelor Leonard ist ein schneidiger Unternehmensberater, Typ Ryan Gosling. Wie engagiert hätten Sie um einen Nerd mit gemütlicher Bierplauze gebuhlt?

Man sagt ja: Das Aussehen entscheidet, wer zusammenkommt, und der Charakter, wer zusammenbleibt. Wenn das Aussehen von vornherein nicht passt, wäre ich auch nicht interessiert gewesen.

Auf einer Skala von 1 bis 10: Für wie emanzipiert halten Sie sich?

Schon für sehr emanzipiert. 9!

Überzeugte Feministinnen finden es vermutlich mittelspitze, wenn sich sehr viele Frauen um einen Kerl streiten, um von ihm auserwählt zu werden.

Ich bin da sehr altmodisch und will, dass der Mann auf die Frau zukommt. Und eben nicht, dass die Frau einem Mann hinterherrennen muss. Deshalb bleibe ich mir selber treu und werde nicht dem Leonard hinterherrennen und mich lächerlich machen. Das überlasse ich anderen Mädels. Wenn er wirklich interessiert an mir ist, wird er von allein auf mich zukommen.

Einige ihrer Vorgängerinnen erlebten ein Comeback im RTL-Dschungelcamp. Wird man Sie dort auch wieder sehen?

Nein. Dschungelcamp würde ich auf keinen Fall machen.

Das TV-Format gewinnt auch dadurch an Unterhaltungswert, dass es unter den Teilnehmerinnen nicht immer ganz harmonisch zugeht.

Es war eine schöne Zeit mit den Mädels. Auch, wenn man‘s eigentlich nicht denkt: Wir haben uns alle ganz gut verstanden.

Wenn doch Stutenbissigkeit droht: Mitmachen oder raushalten?

Ich bin jemand, der gern Streit schlichtet. Ich möchte immer, dass alle sich vertragen und sich lieb haben. Aber das kann man ja nicht immer erzwingen. Es ist menschlich, dass man nicht immer derselben Meinung ist und mal aneinandergerät. Aber an sich bin ich gegen Streit. Auf jeden Fall!

Was ist der größte Fehler, den man beim Flirten machen kann?

Billige Anmachsprüche raushauen. Das finde ich ganz, ganz schrecklich.

Das hat der Leonard aber doch sicher nicht gemacht!

Das werden wir sehen.

Was haben Sie von Ihrer Teilnahme an der Sendung fürs Leben gelernt?

Ich bin auf jeden Fall selbstständiger geworden. Und selbstsicherer. Und es war einfach eine sehr schöne Erfahrung, mit einem Kamerateam zusammenzuarbeiten. Es hat mich nur bereichert.

Rose gefällig?

2003 strahlte RTL erstmals Der Bachelor aus. Von 2012 an folgten fünf weitere Staffeln. Das Sendungskonzept geht so: 22 sehr attraktive Frauen reisen mit einem einzigen sehr attraktiven Mann in eine sehr attraktive Gegend (Côte d‘Azur, Südafrika, Kalifornien) und ziehen gemeinsam in eine sehr attraktive Unterkunft. Während ihres Aufenthalts sind die Bewerberinnen angehalten, um die Gunst des Jungesellen zu werben. Der darf nach und nach aussortieren. Seine Gewogenheit vermeldet er in angemessener Symbolsprache: Die sogenannte Nacht der Rosen ist Höhepunkt einer jeden Folge. Liebesanwärterinnen, die der Bachelor für gut befindet, greifen ein Blümchen ab. Wer leer ausgeht, fliegt heim. Einige verschmähte Kandidatinnen konnte der geneigte Populärkulturkonsument nach ihrem Ausscheiden bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, „Promi Big Brother“, beim „Promiboxen“ oder im „Playboy“agieren sehen.

Diverse Publizisten, Politiker und Onlinekommentatoren treibt das RTL-Format verlässlich an den Rand des Furors (das blöde Frauenbild, das blöde Schönheitsideal, die blöde Oberflächlichkeit).

Die sechste Staffel produzierte Warner Bros, gedreht wurde im vergangenen Herbst in einer Villa in Florida. Heute abend um 20.15 Uhr läuft die erste Folge bei RTL.

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Erstellt:
27. Januar 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Januar 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2016, 01:00 Uhr

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