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Kommentar zum Pilotenstreik bei Ryanair

Fragwürdige Bedingungen

Für 42.000 Passagiere ist es ärgerlich, in den Augen der Ryanair-Manager unberechtigt und unnötig. Für die Piloten-Gewerkschaft VC dagegen unumgänglich: ein Streik beim irischen Billigflieger. Wie in vielen ähnlich gelagerten Fällen liegt die Wahrheit der von beiden Seiten aufgestellten Behauptungen irgendwo in der Mitte.

09.08.2018

Von Rolf Obertreis

Allerdings fällt auf, dass Ryanair selbst offenbar Bedarf sieht, an den Arbeitsbedingungen seiner Piloten, davon 480 in Deutschland, etwas zu verbessern. Warum sonst erkennt Ryanair-Chef Michael O'Leary inzwischen Gewerkschaften als Verhandlungspartner an? Warum erhöhen die Iren die Gehälter der Piloten im Januar um 20 Prozent? Warum sollen bis Jahresende alle deutschen Piloten fest angestellt werden und nicht weiter ein Drittel unter fragwürdigen Bedingungen als selbständiger Unternehmer fliegen?

Wenn ein Ticket im Schnitt nicht einmal 40 Euro kostet, kann die Rechnung nicht nur dadurch aufgehen, dass eine Airline Flughäfen meist nicht kostendeckende Gebühren – oft zu Lasten der Steuerzahler – abringt und für jede Extraleistung die Hand aufhält. Auch Piloten und Flugbegleiter müssen einiges beisteuern und verzichten. Nur so kann auch ein satter Gewinn von einer Milliarde Euro zustande kommen. Passagiere, die billig fliegen, sollten das bei ihrem Ärger über den Streik zumindest im Hinterkopf haben.

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Erstellt:
9. August 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. August 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. August 2018, 06:00 Uhr

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