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Gemeinderat will das Rathaus für wechselnde Ausstellungen nutzen

Foyer der Attraktionen

In den nächsten drei Wochen füllt sich das frisch renovierte Rathaus am Markt wieder mit (Verwaltungs-)Leben. Noch immer nicht geklärt aber ist, was sich im Rathausfoyer in Zukunft abspielen soll. Die Gemeinderatsfraktionen haben nun einen Antrag voller Ideen gestellt – und sind sich darin uneins mit Oberbürgermeister Boris Palmer.

07.10.2015
  • SABINE LOHR

Tübingen. Ginge es alleine nach dem Oberbürgermeister, wäre die Sache längst geklärt: Die Stadtwerke füllen das rund 250 Quadratmeter große Rathausfoyer mit einer Dauerausstellung zur Energiewende in Tübingen und der Bürger- und Verkehrsverein (BVV) richtet daneben eine Außenstelle ein.

Doch Palmer stieß und stößt mit dieser Idee auf Widerstand. Da ist zum Einen der BVV, der im Rathaus gar keine Außenstelle haben will. Und wenn, dann nur, wenn die Stadt die dafür nötigen zweieinhalb Personalstellen bezahlt. Zum Anderen gefällt auch dem Gemeinderat Palmers Idee nicht. Vor allem die Dauerausstellung stieß auf wenig Gegenliebe in den Fraktionen.

Bei einem Treffen vor der Sommerpause haben Vertreter aller Fraktionen überlegt, was denn gut und schön wäre im Foyer und wie es denn nun mit den Planungen weitergehen soll. Herausgekommen ist ein gemeinsamer Antrag nahezu aller Fraktionen (nur die Linke ist nicht dabei) mit vielen Ideen.

Auf den BVV wollen die Fraktionen verzichten – weil der Verein eben nicht will. Stattdessen sollen einfach Prospekte ausgelegt werden. Die Energiewende-Ausstellung der Stadtwerke halten die Fraktionen für „zwar lehrreich“, aber nicht für „dauerhaft ausreichend attraktiv“. Sie soll deshalb höchstens zwei Jahre lang im Foyer bleiben. Darauf haben sich die Stadtwerke bereits eingestellt, sagte deren Sprecher Johannes Fritsche gegenüber dem TAGBLATT. „Wir bekommen die rechte Seite des Raums, die Ausstellung wird also kleiner werden und weniger aufwändig.“ Eine Multimedia-Ausstellung soll es werden, die sich speziell an Schüler richtet und sich Themen wie Strom sparen oder erneuerbaren Energien widmet.

Damit das Foyer auch ohne BVV eine Anlaufstelle für Bürger und Touristen wird, schlagen die Fraktionen eine Art Empfang vor. Ernst Gumrich von der Tübinger Liste, der den Anstoß zu dem Treffen der Fraktionen gegeben hatte, stellt sich eine Verwaltungsmitarbeiterin vor, die als Ansprechpartnerin für Besucher zur Verfügung steht, aber auch Auskunft zur Stadt gibt.

Was nach der Stadtwerke-Ausstellung das Foyer füllen wird, soll eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Gemeinderat und Bürgern überlegen. Sie soll Ideen ausarbeiten, mit denen das Foyer zu einem „einladenden Ort“ werden kann, „an dem man mehr über Tübingen gestern, heute und morgen erfahren kann“. Dabei sollen besondere Attraktionen aus Stadt und Universität gezeigt werden. Gedacht wird an den Multimediatisch – eine Art Riesentablet mit Informationen –, an kleinere Veranstaltungen, ein großes Sofa und an diverse, sich abwechselnde Ausstellungen. In denen könnte sich das Rathaus selbst darstellen, Handwerker ihre Meisterstücke ausstellen, das Uni-Museum und das Stadtmuseum Teile aus ihren Sammlungen präsentieren. Außerdem könnten sich die Universität, Tübinger Firmen und Vereine vorstellen. Organisiert werden sollen diese Wechselausstellungen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Zur Koordination des Ehrenamts sei allerdings eine halbe Stelle nötig.

„Wir wollen, dass das Rathausfoyer wieder zu einer Art Marktplatz wird, wie es das früher einmal war“, sagte Gumrich gegenüber dem TAGBLATT.

Palmer indes bleibt skeptisch. Personalstellen für das Foyer hält er „finanziell für völlig ausgeschlossen“, wenn es dabei nur um einen Empfang für das Rathaus geht. Personal für eine Tourismusinformation hält Palmer „nach wie vor für richtig.“ Das aber scheine im Gemeinderat keine Mehrheit zu finden. „Wie man das zusammenbringt, muss der Workshop zeigen.“

Foyer der Attraktionen
Noch ist das Rathausfoyer Baustelle und gleichzeitig Zugang zu einer Baustelle. Der Gemeinderat wünscht sich hier wechselnde Ausstellungen und ein Sofa. Bild: Metz

Einzelne Möbel stehen schon im Rathaus, obwohl es immer noch Baustelle ist. Weil es nach der Sanierung weniger Büros gibt als vorher (unter anderem durch die Wiederherstellung des Hofgerichtssaals), zieht bis zum Monatsende nur ein Teil der Verwaltung zurück. Einige Fachstellen bleiben im Blauen Turm, bis die Melanchthonschule für sie hergerichtet ist.

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07.10.2015, 12:00 Uhr
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