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Nürnberg

Forscher rechnen mit 400 000 Flüchtlingen

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg rechnet mit einem Rückgang der Flüchtlingszuwanderung in diesem Jahr um etwa zwei Drittel gegenüber 2015. „Sofern sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, könnten im Verlauf dieses Jahres 300 000 bis 400 000 Flüchtlinge zuziehen“, sagte der Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker.

27.08.2016
  • EPD

Nürnberg. Diese Einschätzung stehe unter dem Vorbehalt, dass das Türkei-Abkommen und die Schließung der Balkanroute Bestand haben.

2015 wurden 1,1 Millionen Flüchtlinge erfasst. Unter der Berücksichtigung von Doppelzählungen, Weiter- und Rückreisen schätzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Nettozuwanderung von Flüchtlingen im Jahr 2015 auf rund 900 000. Seit November 2015 hat sich die Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland deutlich abgeschwächt. Während der Wintermonate zunächst wetterbedingt, dann aber auch wegen neuer Regeln in den Transitländern auf der Balkanroute. „Mit der Schließung der Balkanroute Anfang März 2016 und dem Türkei-Abkommen Ende März 2016 wurde dann die Wende eingeleitet: Seit April 2016 hat sich die Zahl der neu erfassten Flüchtlinge bei rund 16 000 Personen pro Monat eingependelt“, schreibt das Institut in seiner Studie.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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