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Starkregen, Dürren und Hagel

Forscher der Uni Hohenheim wollen Wetterextreme besser vorhersagen

Die präzise Vorhersage von extremen Wetterereignissen ist schwierig. An der Universität Stuttgart-Hohenheim forschen Wissenschaftler künftig mit Hightech-Messegeräten daran, das Zusammenspiel rund um das Wetter besser zu verstehen, wie Volker Wulfmeyer vom Institut für Physik und Meteorologie am Freitag mitteilte.

02.07.2018
  • LSW

Dazu sei ein entsprechendes Observatorium zur Wetter- und Klimaforschung errichtet worden. Mit ihm könnten beispielsweise mit Lasertechnik dreidimensional die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur bestimmt werden.

Das sogenannte Land-Atmosphäre Feedback Observatorium (LAFO) befindet sich demnach mit den entsprechenden Messgeräten an einer bestehenden Versuchsstation auf dem Universitätsgelände. Auf einem neun Quadratkilometer großen Areal, das Felder, Wiesen, Wald und bebaute Flächen umfasst, können künftig die Messungen gemacht werden. Dazu arbeiten fünf Gruppen von Wissenschaftlern - Physiker, Bodenforscher, Pflanzenwissenschaftler und Ökologen - zusammen.

Der klassische Wetterballon wird den Angaben zu Folge nur zweimal am Tag in die Luft gelassen. Dazwischen müsse man sich bei der Vorhersage auf die Modelle verlassen. Vor allem bei der Prognose von Extremwetterlagen seien die Modelle zu ungenau, sagte Wulfmeyer.

Institutsmitarbeiter Florian Späth sagte, ein Schwerpunkt der Arbeit liege bei der Messung des wichtigen Spurengases in der Atmosphäre, dem Wasserdampf. Er ist den Angaben zufolge das entscheidendende Treibhausgas und bestimmt die Wolken- und Niederschlagsbildung. Aber die genaue Bestimmung der Verteilung dieses Gases sei bis heute eine große Herausforderung. Routinemethoden wie die von den Wetterdiensten weltweit eingesetzten Radiosonden hätten große Messfehler und würden nur sehr sporadisch messen.

Die Wissenschaftler wollen auch der Frage nachgehen, wie Pflanzen auf unterschiedliche meteorologische Bedingungen reagieren, sagte Späth. Erste Ergebnisse der Forschungen sollen in einem oder zwei Jahren vorliegen. Uni-Rektor Stephan Dabbert sagte, dass LAFO baue die Bedeutung der Universität Hohenheim als wichtigen Standort in der internationalen Forschung zum Klimawandel und zu Agrar- und Ernährungssystemen weiter aus.

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02.07.2018, 06:00 Uhr
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