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Kooperation

Forschen über kulturelle Grenzen hinweg

Das MIT fördert wissenschaftliche Zusammenarbeit weltweit – auch die Uni Stuttgart profitiert davon.

15.06.2019

Von TILMAN BAUR

Die Uni arbeitet mit den Forschungsgeldern an intelligenten Fasern. Foto: Symbolbild: kkolosov/fotolia.com

Stuttgart. Quantenprozessoren aus Diamant oder photonische Kristallfasern: Wenn Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit Kollegen der Universität Stuttgart kooperieren, geht es um hochspezialisierte Forschungsprojekte. Bei der Zusammenarbeit der amerikanischen Spitzen-Uni und der Uni Stuttgart geht es aber vor allem auch um den Austausch von Wissenschaftlern und Studenten.

MISTI heißt das Förderprogramm der MIT, das diesen Austausch fördert. Seit Mai läuft die Bewerbungsphase für die Jahre 2019 und 2020, bis September können Forscher sich mit ihren Projekten um Gelder bemühen. MISTI steht für MIT International Science and Technology Initiatives und beinhaltet 25 Einzelprogramme in Ländern auf der ganzen Welt. Jährlich nehmen 1000 Studierende daran teil. Die Uni Stuttgart profitiert dabei von einem speziellen, erstmals im Jahr 2015 aufgelegten sogenannten Seed Fund, dessen Laufzeit bis mindestens 2020 verlängert wurde. Der Name Seed Fund stammt eigentlich aus der Start-Up-Welt und bezeichnet eine Finanzspritze, die junge Unternehmen auf die Beine helfen soll.

Das MIT hat verschiedene solcher spezialisierter Seed Funds für den Austausch mit deutschen Institutionen aufgelegt. So gibt es zum Beispiel einen Seed Fund für die Uni Regensburg. Einen anderen, allgemein auf Deutschland bezogenen Fund hat das MIT mit Unterstützung des Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin aufgelegt. Der Konzern verspricht sich davon Erkenntnisse in Bereichen wie Automation, Robotik oder Cyber Security.

Der Seed Fund der Uni Stuttgart hat mit Lockheed indes nichts zu tun. Die hiesige Uni ist für das MIT ein interessanter Partner, da viele Weltkonzerne in der Region beheimatet sind. Seit 2015 wurden fünf Kooperationsprojekte durch Gelder aus dem Seed Fund finanziert – die höchste Fördersumme beträgt 25 000 Euro. Besonderen Wert legen die Verantwortlichen darauf, dass MIT und Uni Stuttgart ungefähr gleich viele Teilnehmer stellen.

Eins der Projekte, die mit den Geldern finanziert wurden, haben die Forscherin Sabine Ludwigs und MIT-Professor Mathias Kolle angestoßen. Ludwigs hat den Lehrstuhl für Struktur und Eigenschaften Polymerer Materialien inne. „Bei dem Projekt geht es um intelligente Fasern, die ihre Farbe verändern, eine reine Grundlagenforschung. Man hofft darauf, dass man sie irgendwann einmal in Stoffe einnähen kann“, sagt Andrea Mayer-Grenu, Pressesprecherin der Universität Stuttgart. Tilman Baur

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Erstellt:
15. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2019, 06:00 Uhr

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