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Rosberg fährt um Team-Titel und eigenen Ruf

Formel 1: Mercedes-Piloten können bereits in Sotschi Konstrukteurs-Weltmeisterschaft feiern

Mercedes kann beim Großen Preis von Russland am Sonntag (13 Uhr/RTL und Sky) zum zweiten Mal die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft der Formel 1 gewinnen. Für Nico Rosberg geht es um viel mehr als das.

08.10.2015
  • DPA

Sotschi Ist nach dem Rennen in Russland der erste WM-Titel 2015 für die Silberpfeile perfekt? Dazu müssen die beiden Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg in Sotschi zusammen mindestens drei Punkte mehr holen als das Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen.

Vor dem fünftletzten der 19 Saisonläufe hat Mercedes in der Teamwertung 169 Zähler Vorsprung auf die Scuderia. In den nach Sotschi verbleibenden vier Rennen in Austin, Mexiko-Stadt, São Paulo und Abu Dhabi sind noch maximal 172 Punkte pro Team zu vergeben. Läge Mercedes nach dem Grand Prix am Sonntag also 172 Zähler vor Ferrari, könnten die Italiener im Endspurt maximal gleichziehen. Da aber Mercedes am Saisonende definitiv mehr Siege haben wird, wäre das Werksteam auch bei Punkte-Gleichstand Weltmeister.

Schon im Vorjahr hatte Mercedes den Team-Titel in Sotschi perfekt gemacht. Es war der erste WM-Triumph für ein Werksteam des Autobauers, weil in der ersten Hoch-Zeit der Silberpfeile in der 50er Jahren noch keine Konstrukteurspokale ausgefahren wurden. Für die Rennställe hat die Team-WM - anders als für die meisten Fans - große Bedeutung. Nach dem Abschneiden in der Konstrukteurswertung berechnet sich der Millionen-Anteil an den Vermarktungseinnahmen.

Am Fuße der mächtigen Berge des Kaukasus stemmt sich Mercedes-Pilot Rosberg allerdings auch gegen seine Zweifler. Im Olympia-Park von Sotschi will er Stärke zeigen und seine wohl letzte Chance zur Wende im Formel-1-Titelrennen mit Lewis Hamilton ergreifen. "Es sind noch fünf Rennen zu fahren, und obwohl der Abstand zu Lewis in der Weltmeisterschaft recht groß ist, habe ich den Titel definitiv noch nicht abgeschrieben", beteuert Rosberg. Sein besonderer Ehrgeiz richtet sich auf die Fahrerwertung, in der er bereits 48 Punkte hinter Hamilton liegt. "Ich glaube nicht, dass Nico aufgegeben hat", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Kein Fahrer wird aufgeben, so lange es nicht mathematisch unmöglich ist. So ist es auch bei Nico, das ist sein Charakter."

Doch: Zu oft hat Rosberg zuletzt im direkten Duell mit Hamilton den Kürzeren gezogen, oft wirkte der Brite dabei kompromissloser und besser für den Zweikampf gerüstet. Zuletzt in Japan konnte Rosberg seine mühsam eroberte Pole Position nicht verteidigen, Hamilton gewann. Im Vorjahr bei der Sotschi-Premiere ruinierte sich Rosberg bei einer hastigen Attacke auf seinen Stallrivalen schon in Runde eins die Reifen, Hamilton gewann.

"Ich kenne die Vorwürfe, die jetzt immer kommen: Ich bin zu weich und so", räumte Rosberg ein. Der Ruf des ewigen Zweiten, des zu braven Herausforderers beginnt allmählich an ihm zu haften. Umso mehr will der 30-Jährige am Ort der Winterspiele von 2014 beweisen, dass der olympische Gedanke "Dabeisein ist alles" für ihn längst nicht mehr zählt. Die Zeit für Titel ist schließlich auch für Rosberg begrenzt. Scheint doch die Überlegenheit des Mercedes-Teams allmählich zu schwinden. Vor allem Ferrari kratzt zunehmend an der Macht der Sternfahrer. Sebastian Vettel verspricht: "Wir können noch richtig Gas geben am Ende der Saison, werden jedes Rennen attackieren."

Formel 1: Mercedes-Piloten können bereits in Sotschi Konstrukteurs-Weltmeisterschaft feiern
Im Duell mit Lewis Hamilton läuft seine Zeit ab: Nico Rosberg. Foto: dpa

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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