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Unglück

Flugzeug zerschellt an Baumarkt

Bei einem Absturz nahe Bruchsal kommen die drei Insassen der Maschine ums Leben. Die Ursache ist unklar. Am Boden wird wie durch ein Wunder niemand verletzt.

22.07.2019

Von DPA

Tragisches Ende eines Fluges. Bei Bruchsal ist ein Flugzeug abgestürzt und gegen die Fassade eines Baumarktes geprallt. Foto: Uli Deck/dpa

Schock zur Haupteinkaufszeit: Mitten in einem Gewerbegebiet in Bruchsal ist ein Kleinflugzeug abgestürzt und an einem Baumarkt zerschellt. Die drei Insassen des Fliegers starben. In dem Markt waren zum Zeitpunkt des Unglücks am Samstag mehrere Hundert Menschen – wie durch ein Wunder wurde dort niemand verletzt.

Die Ursache des Absturzes war auch am Sonntag noch unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung muss die Wrackteile nun begutachten, wie ein Polizeisprecher sagte. Bei den Insassen des Kleinflugzeugs handelt sich nach Polizeiangaben um einen 80 Jahre alten Mann aus Bayern, der „höchstwahrscheinlich“ Pilot der Maschine war, seine 60 Jahre alte Lebensgefährtin und ihren 32-jährigen Sohn. Sie waren nach Angaben der Polizei in der Nähe von Olpe (NRW) gestartet und wollten nach Dachau (Bayern).

Die Maschine war am Samstag während der Haupteinkaufszeit mitten in einem Gewerbegebiet abgestürzt und gegen die Fassade auf der Rückseite eines Baumarktes geprallt. Es gebe Hinweise, dass ein Landeversuch auf einem benachbarten Flugplatz missglückt sei, hatten die Ermittler nach dem Absturz mitgeteilt.

Direkt neben dem Baumarkt, wenige Hundert Meter von der Autobahn A5 entfernt, liegt ein Flugplatz mit Graspiste. Eigentlich dürfen dort nur Mitglieder des örtlichen Luftsportvereins starten und landen. Fremde Flugzeuge müssen eine Genehmigung per Funk einholen. Das sei in dem Fall nicht passiert, sagte Peter Huber der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Flugleiter des Flugplatzes, war aber an dem Tag nicht im Dienst. Seine Kollegen vom Flugplatz hätten versucht Funkkontakt aufzunehmen – aber keine Antwort erhalten.

Mit Sprung zur Seite gerettet

Huber selbst hielt sich zu dem Zeitpunkt auf dem Gelände auf. „Ich habe schnell gemerkt, da stimmt was nicht“, sagte er. „Die Maschine hat beim Versuch der Landung noch einmal durchgestartet.“ Dabei habe sie auf eine Gruppe von zehn Vereinsmitgliedern zugehalten. Die konnten sich durch Sprünge zur Seite retten. Huber, der selbst bei der freiwilligen Feuerwehr ist, war als erster an der Unglücksstelle.

Das Kleinflugzeug hatte einen Zaun durchschlagen, an der Fassade des Baumarktes selbst waren aus der Ferne nur wenige Spuren zu erkennen. Es handelte sich bei dem Flugzeug um ein französisches Modell, das überwiegend aus Holz gebaut ist. Die Mitarbeiter des Baumarktes handelten geistesgegenwärtig und räumten das Gebäude noch vor Eintreffen der Rettungskräfte. Verletzt wurde am Boden niemand.

Vier Menschen aus dem Baumarkt und elf vom Segelflugplatz wurden aber von Seelsorgern betreut. Während des Unglücks befanden sich mehrere hundert Menschen im dem Markt. In der Straße gibt es noch weitere Einkaufsmöglichkeiten wie einen Drogeriemarkt und einen Elektronikfachhändler sowie Schnellrestaurants. Annika Grah

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Erstellt:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juli 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 06:00 Uhr

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