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Lufthansa

Fluggästen droht ein Chaos

Die Gewerkschaft Ufo will die Airline sowie Eurowings und Germanwings bestreiken.

21.06.2019

Von dpa

Flugbegleiter der Ufo drohen mit Streik von Juli an. Foto: Oliver Berg/dpa

Frankfurt. Mitten in der Feriensaison drohen Reisenden Flugausfälle und lange Warteschlangen an den Flughäfen: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat Streiks bei der Lufthansa und ihren Töchtern Eurowings und Germanwings angekündigt. „Der Chaos-Sommer, der uns letztes Jahr beglückt hat, wird dieses Jahr wahrscheinlich nochmal größer“, sagte Daniel Flohr, stellvertretender Ufo-Vorsitzender, am Donnerstag. Die Streiks der Kabinenmitarbeiter in Deutschland sollten im Juli beginnen. Die Lufthansa reagiert mit Unverständnis und beschwichtigt.

Zu spüren sein werden die Auswirkungen des Arbeitskampfs laut Ufo zuerst bei Eurowings und Germanwings. Dort werde es so schnell wie möglich eine Urabstimmung geben. Bei der Lufthansa werde sich dies „um ein paar Wochen“ verzögern. „Am Ende dieser Urabstimmungen werden wir konkret verkünden, wann, wo und wie lange Arbeitskämpfe stattfinden werden“, sagte Flohr.

Die Lufthansa teilte hingegen mit: „Einen Streik kann es nicht geben, da es derzeit weder offene Tarifverträge noch konkrete Forderungen gibt.“ Im Hintergrund steht ein seit Monaten währender Streit: Ufo hatte Tarifverträge mit der Lufthansa bereits im März gekündigt, das Unternehmen hat diese Kündigungen jedoch nicht anerkannt.

„Wir stehen zur Tarifpartnerschaft“, hieß es nun von Lufthansa weiter. „Derzeit ist für uns nicht erkennbar, wann und wie Ufo ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt.“ Auch Eurowings verwies auf die nach ihrer Darstellung unklare Lage bei Ufo.

Aus Sicht der Gewerkschaft Ufo ist dagegen insbesondere die Auseinandersetzung mit Eurowings ungewöhnlich, da fertige Tarifverträge dort bereits vorlägen. Unruhe gibt es währenddessen auch bei den Eurowings-Piloten auf Mallorca. Die spanische Pilotenvereinigung Sepla warnte, Urlaubern stehe angesichts stockender Gehaltsverhandlungen „eine ungewisse An- und Abreise“ bevor, wenn das Verhandlungsfinale am 27. Juni nicht positiv verlaufe.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2019, 06:00 Uhr

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