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Bühlertal

Flüchtlinge falsch bezichtigt: Betrunkener schlug selbst zu

Ein 29-Jähriger ist im Kreis Rastatt beim Versuch, seine eigene Prügelattacke auf Flüchtlinge zu schieben, aufgeflogen.

09.12.2015
  • dpa/lsw

Bühlertal. Streifenbeamte in Bühlertal prüften laut einer Polizeimitteilung vom Mittwoch die Behauptung des Betrunkenen, er sei nach einem Kneipenbesuch von zwei Flüchtlingen geschlagen worden. Die Beschuldigung wurde jedoch schnell als Lüge entlarvt - das vermeintliche Opfer stellte sich als Schläger heraus, die Flüchtlinge als Helfer.

Der 29-Jährige sei bei der Zechtour mit zwei Begleiterinnen im Alter von 17 Jahren und 18 Jahren aggressiv geworden, nachdem die ältere dem Mann eine Abfuhr erteilt habe, hieß es. Der Abgewiesene habe die 18-Jährige beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Daraufhin suchten die beiden Frauen Schutz bei den Flüchtlingen bis die Polizei eintraf. Den Schläger erwartet nach dem Vorfall am Dienstagabend nun eine Anzeige.

Falsche Verdächtigungen mit konkreten Vorwürfen gegen Flüchtlinge, wie in diesem Fall, kämen eher selten vor, sagte ein Polizeisprecher in Offenburg. Gerüchte, die teilweise politisch motiviert seien und meist weder Hand noch Fuß hätten, beschäftigten die Beamten jedoch immer wieder. «Manche nutzen einfach jede Möglichkeit aus, um Flüchtlinge anzuschwärzen», sagte der Polizist.

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09.12.2015, 13:55 Uhr | geändert: 09.12.2015, 11:00 Uhr
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