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Die Wunschliste ist lang

Flüchtlinge, Bahnhof und Rathaus waren Themen beim Ergenzinger Rundgang

Die Rottenburger Rathausspitze kam gestern zu einem Stadtteilbesuch nach Ergenzingen. Lang war die Liste der Projekte, die Ortsvorsteher Reinhold Baur beim dem fast dreistündigen Rundgang vorstellte.

01.10.2015
  • Dunja Bernhard

Rottenburg. Jeden der 17 Rottenburger Teilorte will Oberbürgermeister Stephan Neher während seiner achtjährigen Amtsperiode besuchen. Gestern war mit Ergenzingen der größte dran. Entsprechend zahlreich waren die Projekte, zu denen Ortsvorsteher Reinhold Baur den Oberbürgermeister, den Ersten Bürgermeister Volker Derbogen, Baubürgermeister Thomas Weigel, einige Gemeinderäte, Ortschaftsräte und interessierte Bürger führte.

Los ging es am Ergenzinger Rathaus. Seit Jahren ist die mangelnde Barrierefreiheit ein Thema im Ort. Eine Ergenzingerin, die im Rollstuhl sitzt, habe extra nach Rottenburg fahren müssen, weil sie ihre Fingerabdrücke für den Reisepass nicht im Ergenzinger Rathaus abgegeben konnte, erzählte Baur. Ein Plan für den Umbau ist mittlerweile erstellt. In den rückwärtigen Teil des Rathauses, wo heute die Toiletten sind, soll ein Fahrstuhl eingebaut werden. Damit wären sowohl das Bürgerbüro, der Sitzungssaal als auch der ans Rathaus angebaute Polizeiposten barrierefrei zu erreichen. Einen Kostenvoranschlag gebe es noch nicht, sagte Baur und schob hinterher: „Die kostengünstigste Lösung ist das nicht.“ Wann denn mit dem Umbau zu rechnen sei, wollte ein gehbehinderten Bürger wissen. Vor 2017 nicht, signalisierte OB Neher.

Weiter ging es zum Bahnhof. Die Bahn wird jetzt doch in den Umbau des Ergenzinger Bahnhofs investieren, berichtete Weigel. Sie baut die Bahnsteige Intercity tauglich um. Mit Beginn des Interimsfahrplans der Gäubahn wird der Fernzug zweistündlich in Ergenzingen halten. Dafür fallen fünf bisherige Verbindungen nach Stuttgart weg. Vier werden durch Pendelzüge ersetzt, die bisher von Herrenberg bis nach Bondorf fahren und künftig bis Eutingen verlängert werden. In ihre Planungen bezieht die Bahn den barrierefreien Umbau mit ein. Die günstigste Lösung sei, an der Stahltreppe zwei Aufzüge anzubringen, sagte Weigel. Allerdings wird die Bahn den barrierefreien Zugang zum zweiten Gleis nicht umsetzen. Die Fahrgastzahlen erreichen nicht einmal die Hälfte der dafür geforderten 1000 Reisenden. In das von Ortsschaftsrätin Renate Holzmann ins Gespräch gebrachte Förderprogramm für kleine Bahnhöfe falle Ergenzingen nicht, sagte Weigel. Für die Bushaltestellen am Bahnhof waren bisher verschiedene Standorte im Gespräch. Nun soll eine Haltestelle vor das Bahnhofsgebäude kommen. Um diese zu bedienen, fahren die Busse von der Gäustraße kommend am Bahnhof vorbei, wenden vor dem Verkehrsübungsplatz und fahren wieder zurück.

Der Rundgang führte auch zu der neuen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im ehemaligen Dräxlmaier-Gebäude. Dort errichteten Mitarbeiter der Firma Postweiler gestern einen Zaun zwischen Flüchtlingsunterkunft und Gewerbegebiet. Zur Beruhigung der Anwohner, wie Neher sagte. Auf dem nun umzäunten Parkplatz sollen Container für eine Verwaltung der Erstaufnahmestelle aufgestellt werden. Dort müssen die Flüchtlinge sich künftig registrieren und können ihren Asylantrag stellen. Auch die medizinische Untersuchung der Flüchtlinge werde dann wohl in Ergenzingen erfolgen, sagte Derbogen.

Die Stadt plant eine direkte Zufahrt zur Flüchtlingsunterkunft von der Kreisstraße aus zu bauen, so dass Versorgungsfahrzeuge nicht mehr durch das Gewerbegebiet fahren müssen. Auf dem Parkplatz zwischen Halle und Kreisstraße soll ein WLAN-Hot-Spot eingerichtet werden. Dadurch sollen die Flüchtlinge vom Gewerbegebiet möglichst fern gehalten werden. Wie berichtet, befürchten einige Gewerbetreibende Umsatzeinbußen durch die Anwesenheit der Flüchtlinge. Hinter der Dräxlmaier-Halle in Richtung Seebronn werden auf einer derzeit als Acker genutzten Fläche zwei Fußballplätze angelegt, sagte Neher.

Ein weiteres Thema des Rundgangs war die Parkplatzsituation vor Grundschule und Kindergarten. Die vorhandenen Plätze reichen zu Stoßzeiten nicht aus. Es werde wild auf der Straße geparkt, berichteten Ergenzinger. Vor der Schule sollen weitere Parkplätze angelegt werden. Ob der Gehweg davor oder dahinter entlang geführt wird, ist noch nicht ausdiskutiert. Auch ein Halteverbot könnte die Situation entschärfen, schlugen einige vor. Wenige Meter den Berg hinauf gebe es weitere Parkplätze, die von Eltern genutzt werden könnten.

Flüchtlinge, Bahnhof und Rathaus waren Themen beim Ergenzinger Rundgang
Die Rottenburger Rathausspitze kam gestern zum Stadtteil-Rundgang nach Ergenzingen. Thema war auch der Umbau des Bahnhofsvorplatzes. Bild: Bernhard

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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