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Flucht nach Osteuropa
Leichen liegen für den Präparationskurs bereit. Foto: dpa
Medizinstudium

Flucht nach Osteuropa

„Mit meiner Abiturnote von 2,0 hätte ich in Deutschland wohl noch ewig auf ein Medizinstudium warten müssen“, sagt Aron Pickert. Deshalb begann sich der heute 26-Jährige aus Frankfurt (Oder) schon vor einigen Jahren für die Angebote an ausländischen Hochschulen zu interessieren.

20.12.2017
  • DIETRICH SCHRÖDER

Frankfurt (Oder).Neben österreichischen Unis, die den Vorteil haben, dass man dort auf Deutsch studieren kann, die aber jährlich nur wenige Ausländer annehmen, bieten sich mehr als ein Dutzend Unis in osteuropäischen Ländern vom Baltikum bis Bulgarien an.

Nicht einmal 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt die Pommersche Medizinische Universität von Stettin, für die sich der junge Frankfurter vor zweieinhalb Jahren entschied. Dort war nicht der gesamte Abiturnoten-Schnitt entscheidend, sondern vor allem, dass man in Bio, Chemie und Physik gute Noten hatte. Die Kosten von 10 000 Euro je Studienjahr in Stettin liegen im Vergleich zu anderen Angeboten noch am unteren Ende der Die Studienplatzvergabe für Medizin ist ungerechtSkala. Die Unterrichtssprache ist Englisch.

Aron Pickert hat vier Semester des Grundstudiums in Stettin absolviert, zugleich aber auch versucht, doch an eine deutsche Uni zu wechseln. In diesem Herbst ist ihm das gelungen, seither ist er an der Universität Bonn eingeschrieben. „Das war gar nicht so einfach, vor allem, weil viele deutsche Studenten die Rückkehr aus dem Ausland versuchen“, sagt er. Mehr als 11 000 Deutsche studieren im Ausland Gesundheitsberufe. Pickert kann vergleichen: „In Stettin war das Ganze doch etwas wie in der Schule“, sagt er. Seine Seminargruppe mit rund 30 Studierenden habe das gesamte Programm gemeinsam absolviert. In Bonn gehe es dagegen wie an einer deutschen Uni zu, mit mehr Wahlfreiheit beim Programm. 

Trotzdem will Pickert die Zeit in Polen nicht missen: „Ich habe dort sowohl inhaltlich wie auch menschlich viel gelernt, da ich im Ausland zurechtkommen musste“, sagt er. Eine Besonderheit ist ein Programm, das vor vier Jahren gemeinsam mit dem Asklepios-Konzern entwickelt wurde. Dabei wird das Studium in Stettin mit der praktischen Ausbildung in den brandenburgischen Kliniken von Schwedt und Pasewalk sowie demnächst auch in Brandenburg/Havel kombiniert. Dietrich Schröder

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20.12.2017, 06:00 Uhr
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