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Flucht aus Mazedonien mit OSZE-Hilfe
Bujamin (l.), Pajtim und Besnik Zekiri (r.) leben in Gerstetten. Foto: M. Ostertag
Meine Geschichte

Flucht aus Mazedonien mit OSZE-Hilfe

01.12.2015
  • MATHIAS OSTERTAG

Für Familie Zekiri beginnt die Geschichte der Flucht nach Gerstetten (Landkreis Heidenheim) 2001, im Jahr des albanischen Aufstands in Mazedonien. Seitdem ist nichts mehr, wie es vorher war. Freiwillig haben Tair und Zarife sowie die vier erwachsenen Kinder Besnik, Pajtim, Bujamin und Ibadet ihr vermeintlich sicheres Leben in einem Dorf nahe der mazedonischen Hauptstadt Skopje nicht aufgegeben. Dort besaß die Familie ein großes Haus, der Vater einen Gemüseladen, die Kinder gingen zur Schule. Doch die männlichen Familienmitglieder lebten in ständiger Gefahr, in einem von der europäischen Öffentlichkeit nicht wahrgenommenen Konflikt zwischen Mazedoniern und Albanern mit dem Leben bezahlen zu müssen. "Es ist ein vergessenes Problem", sagt Brigitte Combosch, die die Familie als Ehrenamtliche für den Gerstetter Freundeskreises Asyl betreut.

"Wir sind eine verfolgte Minderheit", sagt der 22-jährige Pajtim. Mehrfach sei man mit Waffen angegriffen worden. "Vertreter der OSZE haben uns geraten, das Land zu verlassen, sonst könnte es zu einem Massaker kommen", ergänzt der 20-jährige Bujamin. Mit Unterstützung von Mitarbeitern der OSZE floh die Familie im Mai 2014 in Richtung Stuttgart und wartet derzeit auf die Entscheidungen in fünf der sechs Asylfälle. Zehn weitere Angehörige, die zum engeren Familienkreis gehören, haben bereits die Anerkennung erhalten. Problematischer ist es bei Pajtim: Sein Antrag wurde abgelehnt, weil er seine Anhörung unverschuldet wegen eines Röntgentermins verpasst hatte. Auch der Widerspruch vor Gericht wurde abgelehnt. "Es kann ja nicht sein, dass 15 Mitglieder derselben Familie Asyl gewährt bekommen und einen schiebt man ab", sagt Brigitte Combosch. Dass die Zekiris die Flucht ergriffen hatten, tat offenbar dringend Not: Zwei Wochen nach ihrer Ankunft gab es einen Bombenanschlag auf das Haus der Familie. Flüchtlinge und Helfer Mit diesem Beitrag über eine albanische Familie beginnt unsere Dezember-Reihe, in der wir immer an dieser Stelle aus dem Leben von Flüchtlingen in Baden-Württemberg berichten - und von Menschen, die ihnen helfen.

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01.12.2015, 08:30 Uhr
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