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Kommentar zur Diskussion um bessere Luft

Fluch und Segen

Auch wenn sie derzeit aus den Schlagzeilen verschwunden ist: Die Diskussion um die Luftqualität wird bald wieder geführt werden.

22.11.2017
  • Thomas Veitinger

Stuttgart. Spätestens, wenn es die ersten Fahrverbote in deutschen Städten geben wird. Für viele Unternehmen sind Feinstaubalarm, Umweltplakette und Diesel-Diskussion Fluch und Segen zugleich – und ein Teil des Problems, wie das Beispiel Bosch zeigt.

Irgendwann wird der gesamte Verkehr emissionslos sein. Das weiß auch der Automobilzulieferer. Aber der Weg dorthin ist nicht nur steinig, sondern auch lukrativ. Bosch verdient am Diesel ebenso wie am Elektrostrang für den Post-E-Lieferwagen. Sich auf wenige Technologien zu konzentrieren, scheint wirtschaftlich unsinnig. Also wird ein ganzer Bauchladen von Lösungen versucht, von der Mobilitäts-App bis zum Partikelfilter. Der Diesel muss dabei aus Bosch-Sicht weiter existieren, weil er ökologischen und ökonomisch sinnvoll erscheint.

Doch diese Sicht ist gefährlich. Diese Uneindeutigkeit verzögert andere Lösungen und sorgt vor allem nicht für bessere Luft. Kapital wird langfristig gebunden, die Haltung gilt als rückständig. Besser wäre es, sich auf zwei oder drei Technologien zu konzentrieren, die in jedem Fall Zukunft haben, – wie Brennstoffzelle und Batterieantrieb – und den Diesel auslaufen zu lassen. Er ist sowieso bald am Ende.

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22.11.2017, 06:00 Uhr
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