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Flixbus hat jetzt rund 80 Prozent Marktanteil
Flixbus wächst in Deutschland, auch durch den Zukauf der Postbus-Flotte. Foto: dpa
Firmengründer erwarten durch den Deal 15 bis 20 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen

Flixbus hat jetzt rund 80 Prozent Marktanteil

Flixbus will es wissen: Im umkämpften Fernbusmarkt stärkt das Unternehmen mit der Übernahme seines Konkurrenten Postbus seine Position.

04.08.2016
  • DPA

Berlin. Mit der Übernahme des Fernbusgeschäfts der Deutschen Post treibt Marktführer Flixbus seine Expansion voran. „Mit dem Erwerb des Postbus-Angebots stärken wir bewusst unser Kerngeschäft in Deutschland“, sagte Geschäftsführer André Schwämmlein. Die ersten Postbus-Linien sollen bereits ab November in das Flixbus-Netz integriert werden.

Zum Kaufpreis wollte der Flixbus-Gründer keine Angaben machen. Der Deal werde aber zusätzliche Einnahmen von 15 bis 20 Mio. EUR jährlich bringen. Die Übernahme ist am Montag in Kraft getreten. Der Postbus war im November 2013 als Kooperation mit dem ADAC an den Start gegangen. Der Autoclub stieg im November 2014 aus dem Projekt aber wieder aus, die Post betrieb das Geschäft alleine weiter.

In einem ersten Schritt komme es nun darauf an, die Fahrpläne beider Anbieter anzupassen und das Streckennetz zu verbessern, sagte Schwämmlein. Bislang parallel fahrende Linien auf Verbindungen wie etwa München-Berlin sollen zugunsten neuer Ziele reduziert werden. „Wir wollen zum Beispiel die Küste häufiger anfahren und den grenzüberschreitenden Verkehr ausbauen, vor allem aber die Regionen stärken.“ Profitieren würden Kleinstädte, die bisher noch nicht an das Fernbus-Netz angeschlossen sind.

Flixbus will mit der Übernahme auch neue Kundengruppen gewinnen. „Während wir durch unsere Positionierung vor allem ein junges, online-affines Publikum ansprechen, hat die Post durch offline Vertriebskanäle auch Senioren oder Familien erreicht“, erklärte der Flixbus-Gründer. „Wir möchten jetzt ein Produkt für alle Alters- und Zielgruppen bieten.“ Darüber hinaus wollen Flixbus und Post in der Logistik zusammenarbeiten. Derzeit testet das Bonner Unternehmen einen Express-Kurierservice zwischen Hamburg und Berlin, bei dem DHL-Pakete taggleich mit dem Fernbus versendet werden.

Ende Juni hatte Flixbus bereits den britischen Konkurrenten Megabus übernommen und seine Position so ausgebaut. Derzeit fährt Flixbus 900 Ziele an, 450 davon im deutschsprachigen Raum. Postbus bietet Verbindungen zu 112 Zielen an, 85 davon in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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04.08.2016, 06:00 Uhr
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