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Fischer sorgen sich wegen Burgunderblutalge im Bodensee
Ein Fischer fährt auf den Bodensee hinaus, um seine Netze zu kontrollieren. Foto: Felix Kästle/Archiv dpa/lsw
Konstanz

Fischer sorgen sich wegen Burgunderblutalge im Bodensee

Könnte die Burgunderblutalge einer Aquakultur im Bodensee schaden? Darüber machen sich derzeit Fischer in der Region Gedanken.

27.03.2017
  • dpa/lsw

Konstanz. Zwar würden die Netzgehege bis in 50 Meter Wassertiefe reichen, sagt etwa der Berufsfischer und Fischzucht-Befürworter Martin Meichle: «Wenn die Alge kommt, kann der Fisch ausweichen.» Allerdings könne es ein anderes Problem geben: Bei einem massenhaften Aufkommen bildeten die Algen einen schleimigen Besatz an den Netzen der Fischer, wodurch sie zu schwer werden könnten.

Agrarminister Peter Hauk (CDU) hatte sich angesichts sinkender Fischbestände im vergangenen Jahr für Zuchtanlagen im Bodensee ausgesprochen. In der Burgunderblutalge sieht das Ministerium grundsätzlich keine große Gefahr für die Fische: «Erst bei Massenaufkommen, den sogenannten Algenblühen, kann die Fitness von Fischen beeinträchtigt werden», heißt es. In extremen Fällen sei zwar ein Sterben einzelner Fische möglich, aber bei der normalen Durchmischung des Wassers im Bodensee sei ein solches Blühen nur sehr selten und ein Fischsterben bislang nicht bekannt.

Unter den Berufsfischern wird die Aquakultur für Felchen - einer Delikatesse aus dem Bodensee - kontrovers diskutiert: Während einige sich offen dafür zeigen, wollen andere vor allem den Wildfisch und die ursprüngliche Arbeitsweise der Berufsfischer erhalten.

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27.03.2017, 07:55 Uhr | geändert: 27.03.2017, 05:22 Uhr
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