Kino

Filmfestival Max Ophüls verleiht Preise

Die Spielfilme „Borga“ und „Fuchs im Bau“ sind Hauptgewinner. Erstmals findet die Veranstaltung online statt.

25.01.2021

Von DPA

Szene aus dem Film „Borga“. Foto: Tobias von dem Borne

Saarbrücken. Der Film „Borga“ (Ghana/D 2021) von York-Fabian Raabe hat am Samstag beim diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) in Saarbrücken gleich vier Preise gewonnen. Er erhielt sowohl den mit 36 000 Euro dotierten Max Ophüls Preis für den besten Spielfilm als auch den Publikumspreis Spielfilm und den Preis der ökumenischen Jury. Darüber hinaus wurde Eugene Boateng der Preis für den gesellschaftlich relevanten Film für seine Leistung als Associate Producer und Schauspieler verliehen.

„Borga“ erzählt von Ghanaern, die es im Ausland zu Wohlstand bringen wollen. „In einer epischen Erzählweise, ohne Angst vor Schönheit und mit Empathie für sämtliche Figuren, spricht der Film eine ganz besondere Einladung aus: mithilfe eines unerhörten Narrativs – einer konsequent Schwarzen Perspektive im deutschen Kino – nach Antworten zu suchen“, lobte die Jury. Zweiter Hauptpreisträger mit insgesamt drei Auszeichnungen ist „Fuchs im Bau“ (Österreich 2020) von Arman T. Riahi. Der Film, der die Arbeit eines Lehrers in einer Wiener Gefängnisschule schildert, erhielt den Preis für die beste Regie, den Fritz-Raff-Drehbuchpreis und den Preis der Jugendjury.

Erzgebirge-Doku ausgezeichnet

Tala‘vision“ (D/Jordanien 2020) von Murad Abu Eisheh, Student an der Filmakademie Baden-Württemberg, erhielt den Preis für den besten mittellangen Film und den Publikumspreis in dieser Kategorie. Das 27 Minuten lange Werk erzählt vom kriegszerstörten Leben der achtjährigen Tala – und welche Bedeutung ein Fernseher für sie hat. Als bester Dokumentarfilm wurde „Stollen“ (D 2020) über ein Dorf im Erzgebirge von Laura Reichwald ausgezeichnet.

Das MOP gilt als wichtigstes Festival für den jungen deutschsprachigen Film. Wegen der Pandemie fand die 42. Ausgabe online statt. Die Gewinner wurden am Samstag über Zoom zugeschaltet. Insgesamt wurden 98 Filme gezeigt, davon starteten 50 in den Wettbewerben Spielfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm. Es wurden 16 Preise von insgesamt 118 500 Euro verliehen. Katja Sponholz

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Erstellt:
25. Januar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Januar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2021, 06:00 Uhr

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