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Stuttgart

Fildertunnel: Geänderte Pläne sind einsehbar

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat jetzt die Anhörung zum zweiten Planänderungsverfahren für den Fildertunnel eingeleitet.

21.07.2011

Von SWP

Stuttgart Grund für das neue Prozedere ist unter anderem, dass die Bahn strengere Tunnelbaurichtlinien des Eisenbahnbundesamtes (EBA) umsetzen muss.

Mit ihrem Änderungsantrag kommt die Deutsche Bahn den geänderten Anforderungen an die Tunnelsicherheit nach. Im November 2009 hatte das EBA verfügt, dass bei der 9,5 Kilometer langen Röhre zwischen dem geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof und dem neuen ICE-Bahnhof Flughafen/Messe das europäische Regelwerk gelten muss. Und das schreibt vor, dass die Verbindungsbauwerke zwischen den beiden Tunnelröhren, die so genannten Querschläge, im Abstand von höchstens 500 Metern zu bauen sind. Davor galt ein Abstand von 1000 Metern als Standard - und die Planungen für Stuttgart 21 basierten auf dieser alten Vorgabe. Die Baugenehmigung für den Fildertunnel (Planfeststellungsabschnitt 1.2) hatte das EBA im August 2005, also lange vor Inkrafttreten der Brüsseler Verordnung erteilt, weshalb die Planer der Bahn Ende 2008 eine Ausnahmegenehmigung für die Rettungsstollen beantragt hatten. Die Absage aber kam prompt. Mittlerweile hat die mit der DB Projektbau umgeplant - und damit auch eine zentrale Forderung der Stuttgarter Feuerwehr erfüllt, die erhebliche Sicherheitsbedenken im Brandfall geäußert hatte.

Eine weitere Änderung bezieht sich auf die Tunnelbauweise. Ist im Planfeststellungsbeschluss noch der Vortrieb in Spritzbetonweise festgeschrieben, möchte sich die Bahn nun auch die Option des Einsatzes einer Tunnelvortriebsmaschine rechtlich genehmigen lassen. Weitere Änderungen beziehen sich unter anderem auf die Anordnung der Dammringe und Injektionsringe zur Grundwasserläufigkeit, auf die Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik sowie auf das Trogbauwerk auf der Filderebene. Die überarbeiteten Pläne müssen öffentliche ausgelegt werden. Den Termin dafür gab das Stuttgarter Regierungspräsidium jetzt bekannt: Einsehbar sind alle Unterlagen vom 5. September bis 4. Oktober im Amt für Stadtplanung, Eberhardstraße 10. Bis einschließlich 18. Oktober besteht die Möglichkeit, Einwendungen gegen die geänderten Pläne zu erheben.

Info Die Planunterlagen stehen auch im Internet: http://www.rp-stuttgart.de

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Erstellt:
21. Juli 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juli 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2011, 12:00 Uhr

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