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Reutlingen

Nach Feuerwehreinsatz: verdächtiger Brandstifter in Haft

Am Samstagmittag hat es in einem Mehrfamilienhaus in der Reutlinger Bellinostraße gebrannt. Die Polizei hat einen 39-Jährigen wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung festgenommen.

21.03.2020

Von tol

Die Feuerwehr war am Samstagmittag bei einem Einsatz in der Bellinostraße. Bild: Feuerwehr Reutlingen

Mehrere Anrufer hatten der Feuerwehr einen Zimmerbrand in einem zweigeschossigen Mehrfamilienhaus in der Reutlinger Bellinostraße gemeldet. Draufhin schickte die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst einen Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Abteilung Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte mit fünf Fahrzeugen. Nachdem weitere Anrufer mitteilten, dass sich vermutlich noch Personen im Gebäude befinden und beim Eintreffen bereits dichter Rauch aus dem gesamten Dachbereich drang, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe. Von der Feuerwache Hauffstraße rückte somit ein weiterer Löschzug und der Einsatzführungsdienst zur Einsatzstelle aus.

Die erste Erkundung ergab, dass alle im Gebäude befindlichen Bewohner im Freien waren und eine von vier Wohnungen im ersten Obergeschoss in voller Ausdehnung brannte. Ein Übergreifen des Feuers auf den Dachbereich stand unmittelbar bevor.

Mit einem umfassenden Löschangriff über den Laubengang an der Gebäudevorderseite und den Balkon an der gegenüberliegenden Seite konnte der Brand mit zwei Rohren schnell eingedämmt und gelöscht werden. Über die Drehleiter wurde der Dachstuhl, in den sich der Brand bereits ausgebreitet hatte, geöffnet und abgelöscht. Parallel wurden die umliegenden Wohnungen hinsichtlich einer möglichen Brand- bzw. Rauchausbreitung kontrolliert.

Mit Ausnahme der Brandwohnung, welche durch den Brand derzeit unbewohnbar ist, waren alle Wohnungen unversehrt geblieben. Die Bewohner, welche für die Dauer der Löscharbeiten in einem mobilen Aufenthaltsraum der Feuerwehr untergekommen waren, konnten nach rund eineinhal Stunden wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Eine Person wurde in die Klinik gebracht, weitere Personen wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt.

Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte vor Ort. Mit dem Abschluss von Sicherungsmaßnahmen an Türen und Fenstern der Brandwohnung sowie im Dachbereich wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Wie die Polizei am Samstagabend mitteilte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen gegen einen 39-Jährigen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der Mann wurde unmittelbar nach der Tat am Brandort vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, gegen 12.45 Uhr in seiner Wohnung im Obergeschoss des Mehrparteienhauses vorsätzlich Feuer gelegt zu haben. Die übrigen Bewohner soll er anschließend selbst gewarnt haben, sodass alle Personen das Gebäude verlassen konnten.

Durch die Feuerwehr konnte der Brand rasch gelöscht und somit eine Ausbreitung über die Wohnung des Tatverdächtigen hinaus verhindert werden. Dennoch dürfte sich der Sachschaden vorläufigen Schätzungen zufolge auf rund 50.000 Eurobelaufen. Die übrigen Bewohner konnten nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurückkehren.Der psychisch auffällige, wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeibekannte 39-Jährige erlitt nach derzeitigem Kenntnisstand selbst eine leichte Rauchgasvergiftung und musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Am Sonntagnachmittag wurde er beim Amtsgericht Reutlingen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug.

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Erstellt:
21. März 2020, 17:57 Uhr
Aktualisiert:
21. März 2020, 17:57 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. März 2020, 17:57 Uhr

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