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Brandanschlag in Brüssel

Feuer im Labor sollte Beweise vernichten

30.08.2016
  • EGBERT MANNS

Brüssel. Auf ein Kriminallabor in Brüssel ist ein Brandanschlag verübt worden. Die Polizei nahm fünf Verdächtige in der Nähe des Labors fest. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Täter Beweismittel in einem Kriminalfall vernichten wollten.

„Es ist klar, dass etliche Leute ein Interesse daran haben könnten, Beweismittel zu vernichten, die in dem Kriminallabor untersucht wurden“, sagte Ine Van Wymersch, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. In dem Gebäude lagerten „wichtige Informationen im Zusammenhang mit verschiedenen Ermittlungen und Justizfällen“. Nach einem Verhör wurden die Verdächtigen am Nachmittag auf freien Fuß gesetzt.

Das Gebäude ist schwer beschädigt worden. Der Brand hatte mehrere Explosionen ausgelöst. Laut dem Fernsehsender RTBF hatten die Täter ein Auto gegen das Gebäude in einem nördlichen Vorort Brüssels gerammt, bevor sie einen Brandsatz ins Gebäude warfen und den Wagen in Brand setzten.

Das Nationale Institut für Kriminalistik und Kriminologie ist eine wissenschaftliche Einrichtung der belgischen Justiz. In den Labors werden vor allem Spuren von Tatorten und Verdächtigen ausgewertet, um Täter zu überführen.

In Belgien herrscht erhöhte Alarmbereitschaft, seit Islamisten in Brüssel im März Anschläge auf den Flughafen und die U-Bahn verübt haben. 32 Menschen wurden dabei getötet.

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30.08.2016, 06:00 Uhr
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