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Arabisches Filmfest in Tübingen

Fenster in die arabische Welt

Vom morgigen Freitag an findet an verschiedenen Orten in Tübingen das Arabische Filmfestival statt. Bis zum 13. Oktober gibt es mehr als hundert neue Spiel- und Dokumentarfilme zu entdecken.

03.10.2018
  • Madeleine Wegner

Das Arabische Filmfestival öffnet vom 5. bis 13. Oktober an verschiedenen Spielstätten wieder Fenster in die politisch so aufgewühlten Regionen zwischen Marokko und dem Irak, aber auch darüber hinaus. In der 14. Auflage stehen über eine Woche lang mehr als hundert Filme auf dem Programm. Zu den Spielstätten gehören das Kino Arsenal, das Deutsch-Amerikanische Institut, das Deutsch-Französische Kulturinstitut, die Musikschule und natürlich das Festivalzentrum im Kupferbau.

Einen Fokus legen die Festivalmacher in diesem Jahr auf Palästinenser in Israel und 70 Jahre Besatzung – auch in Erinnerung an die in diesem Jahr in Tübingen verstorbene Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer. Sie war unter anderem Anwältin von Naila Ayesh. Ihr wiederum und der Widerstandsbewegung ist ein Dokumentarfilm gewidmet („Naila and the Uprising“). Naila Ayesh und ihr Mann Jamal Zakout sind am Dienstag. 9. Oktober, und Donnerstag, 11. Oktober, im Kupferbau zu Gast. Ayesh widmet sich der Förderung von Frauenrechten. Zakout war Berater des Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde und ist heute Mitglied des Nationalrats.

Das Thema Palästina wird in zahlreichen Dokumentar- und Spielfilmen beleuchtet. „The Judge“ etwa begleitet eine Richterin eines Scharia-Gerichts in Palästina– die erste Frau in diesem Amt – und gibt damit einen Einblick in eine islamisch geprägte Gesellschaft im Wandel (Dienstag, 9. Oktober, 18.15 Uhr im Kupferbau).

Die preisgekrönte, außergewöhnliche Dokumentation „Samouni Road“ porträtiert eine palästinensische Familie, die durch Bomben auseinandergerissen wird (Mittwoch, 10. Oktober, 18 Uhr im Kupferbau; Samstag, 13. Oktober, 17.45 Uhr im Kino Arsenal).

Die Komödie „Holy Air“ hingegen geht das Thema mit einem Schmunzeln an: Ein erfolgloser christlicher Geschäftsmann in Nazareth will heilige Luft in Fläschchen verkaufen (Montag, 8. Oktober, 20 Uhr, Kupferbau). Der Eröffnungsfilm „The Reports on Sarah und Saleem“ bringt das Thema als spannendes Drama auf die Leinwand und erzählt von der gefährlichen Liebesaffäre einer Israelin und eines Palästinensers (Freitag, 5. Oktober, 19.30 Uhr im Kupferbau – der Regisseur ist zur Eröffnung anwesend; Samstag, 6. Oktober, 20 Uhr im Kino Arsenal).

Eine große Bandbreite zeigt sich in der Reihe „Panorama“, in der es Filme aus Ägypten, Algerien, Irak, Katar, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Saudi Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geben wird. Einen Einblick in die islamisch geprägten Welten gibt es mit Filmen unter anderem aus Afghanistan, dem Iran und Indonesien. Als weitere Gäste werden die syrische Filmemacherin Gaya Jiji („My Favorite Fabric“) erwartet, die in Paris lebt (Mittwoch, 10. Oktober, 20 Uhr im Kino Arsenal) sowie Regisseur Fernando Romero Forsthuber, der in Wien lebt und viel mit palästinensischen Musikern für Musikvideos zusammengearbeitet hat (Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr, in der Tübinger Musikschule).„Namrud“ ist sein erster abendfüllender Dokumentarfilm.

Als wäre das nicht schon ein buntes Filmangebot, gibt es mit dem „Souq al Film“ noch einen großen Film-Markt dazu: Am Samstag, 13. Oktober, gibt es ab 13 Uhr im Festivalzentrum (Kupferbau) bis in den Abend hinein bei freiem Eintritt Kurzfilme, Animationsfilme und Kino-Programm in fünf Sälen.

Am Sonntag ist Kinder- und Familientag

Von 11 bis 17 Uhr gibt es in der Tübinger Altstadt am Sonntag, 7. Oktober, kostenlose Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien: Im Stadtmuseum zum Beispiel gibt es einen Trickfilm-Workshop, Kalligraphie, Origami und Märchen, im Löwen Musik- und Theaterworkshops, im Club Voltaire tritt ein Zauberkünstler auf und im Kino Arsenal gibt es Köstlichkeiten, Kalligraphie, Kinderfilme, Musik und Spiele. Alle Infos unter www.arabisches-filmfestival.de.

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03.10.2018, 18:22 Uhr
Fenster in die arabische Welt





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