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Ganz oder gar nicht

Felix Neureuther geht befreit in den alpinen Ski-Winter

Wenn das Ski-Ass Felix Neureuther an den Start geht, ist immer ein Sieg drin. Doch um jeden Preis quält sich der 31-Jährige nicht mehr. Entsprechend spannend wird der Saisonstart am Wochenende in Sölden.

23.10.2015
  • MANUELA HARANT

Ulm/Sölden Fährt er? Fährt er nicht? Fährt er? Fährt er nicht? Er fährt! Wahrscheinlich...

Alle Jahre wieder beherrschen Rätsel über die Form von Felix Neureuther die Vorstart-Stimmung im alpinen Ski-Zirkus. Doch bislang hat der elfmalige Weltcup-Gewinner und Spezialist für die technischen Disziplinen immer wieder auf die Zähne gebissen, wenn's drauf ankam. Und so wird der 31-Jährige trotz seines lädierten Rückens wohl auch beim Auftakt in Sölden am kommenden Wochenende wieder auf den Brettern stehen, die für ihn die Welt bedeuten, den Riesenslalom hinunterziehen und - wie immer, wenn er denn an den Start geht - voll auf Sieg fahren.

"Stand jetzt bin ich mir hundertprozentig sicher, dass der Rücken hält", sagte Felix Neureuther noch am Mittwoch. Er wirkt so entspannt wie lange nicht, muss nicht mehr um jeden Preis jede Weltcup-Station abklappern. Das große Ziel des "ewigen Lausbubs" ist es, bis Olympia 2018 durchzuhalten, dafür muss er die Belastung für seinen Rücken dosieren. Trotzdem hat er natürlich noch "richtig Bock aufs Skifahren".

Auch wenn der Garmisch-Partenkirchener in der Vorbereitung nicht "auf Biegen und Brechen Schneetage zusammenbekommen" wollte, wird es in den technischen Disziplinen wohl wieder auf das Dauer-Duell Neureuthers mit der nach vielen Absagen einzig verbliebenen österreichischen Hoffnung Marcel Hirscher hinauslaufen.

Nur darf man dabei den Fritz Dopfer nicht vergessen. Der zweite deutsche Fahrer im Bunde läuft zwar medial gerne unter dem Radar der Stars der Szene, zu denen auch der vielseitige US-Amerikaner Ted Ligety zählt. Im Gesamtweltcup stehen der Norweger Kjetil Jansrud und der Franzose Alexis Pinturault im Mittelpunkt des Interesses. Dabei hat der Slalom-Vizeweltmeister Dopfer mit etwas mehr Konstanz als vergangene Saison das Zeug dazu, zumindest um die Kristallkugel im Slalom mitzufahren. "Ich will das Glück erzwingen", sagt Dopfer selbstbewusst.

Daneben haben die deutschen Ski-Herren die komfortable Situation, dass in Linus Strasser, Stefan Luitz und Alexander Schmid schon die nächste Generation ins Rampenlicht drängt. Allein die Speed-Disziplinen bleiben, verstärkt durch den langfristigen Ausfall von Tobias Stechert, das Sorgenkind der Deutschen.

Anders bei den Frauen, wo Viktoria Rebensburg vom SC Kreuth nach auskuriertem Innenbandriss als große Favoritin auf den Gesamtweltcup zählt - vor allem nach dem Ausfall ihrer österreichischen Rivalin Anna Fenninger und der Pause der Slowenin Tina Maze, sind die Chancen der Olympiasiegerin von 2010 größer denn je. Die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup sei "das sportlich Größte, was man erreichen kann. Es ist ein Traum oder Ziel, darum mitzufahren", sagte die 26-Jährige, deren größte Rivalin jetzt aller Voraussicht nach die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin ist. Ein Fragezeichen steht zudem hinter der Form von Lindsey Vonn, die mit einem Knöchelbruch in der Vorbereitung erneut einen Rückschlag erlitten hat.

Dass der Deutsche Ski-Verband (DSV) hinter Rebensburg allerdings ein eklatantes Nachwuchsproblem hat, ist nicht erst seit den teils peinlichen Pleiten, Pech und Pannen der vergangenen Saison bekannt. Licht am Ende des Tunnels könnte nun eine 18-Jährige bringen, die aus dem Fürstentum Liechtenstein eingebürgert wurde und als großes Talent gilt: Jessica Hilzinger ist für DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier ein "kleiner Rohdiamant" und schon jetzt eine "Bereicherung" für den DSV.

Wann die blonde Alleskönnerin allerdings ihren ersten Auftritt im Weltcup hat, ist noch offen. Solange werden am Samstag beim Riesenslalom der Damen (9.30 und 12.45/ARD und Eurosport) alle deutschen Augen auf "Vicky" gerichtet sein und am Sonntag zur gleichen Zeit auf Neureuther - sofern er auch wirklich fährt.

Felix Neureuther geht befreit in den alpinen Ski-Winter
Vorne mitfahren - aber nicht um jeden Preis: Felix Neureuther geht die neue Skisaison ganz entspannt an. Foto: Eibner

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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