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Feilen an der Form für Rio
Unter kritischen Blicken übt Nadine Hildebrand in einer Halle des Stützpunkts. Foto: Ferdinando Iannone
35 Sportler bereiteten sich am Stuttgarter Stützpunkt auf Olympia vor

Feilen an der Form für Rio

Wer holt Medaillen in Rio? Vom Olympiastützpunkt Stuttgart nehmen 35 Athletinnen und Athleten an den Olympischen Sommerspielen teil.

02.08.2016
  • ANDREAS STRAUB

Stuttgart. In roter Hose und weißem Shirt mit bunten Streifen jagte Nadine Hildebrand über die Hürden. Vergangene Woche noch feilte die Deutsche Vizemeisterin über 60 Meter Hürden noch am Olympia-Stützpunkt in Stuttgart an ihrer Form für Rio. Die Athletin, die seit September als Rechtsanwältin in einer Stuttgarter Kanzlei arbeitet, ist eine der Sportler des Stützpunkts, die an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Das campusartige Gelände des Stützpunkts nahe des Daimler-Stadions ist weitläufig. Auf einer Fläche so groß wie zehn Fußballfelder sind ein Kunstturnforum, eine Indoor-BMX-Halle, mehrere Turnhallen, Strecken für Leichtathleten, Außensportanlagen sowie Physiotherapie- und Krafträume untergebracht. Für Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren gibt es ein Internat. Derzeit wird es generalsaniert, wie Thomas Grimminger erklärt.

Der Geschäftsführer des Olympiastützpunkts in Stuttgart kümmert sich mit 28 Mitarbeitern zudem um gut 300 weitere Athleten, die regelmäßig in den Stützpunkt kommen. Die Schwerpunktsportarten sind Turnen und Leichtathletik. „Mit 35 Leuten können wir wieder eine beachtliche Zahl von Sportlerinnen und Sportlern zu den olympischen Spielen schicken“, freut sich Grimminger. „Wer in der Zeitung im Sport nach dem Fußball nicht weiterblättert, wird die wenigsten davon kennen.“ Zwei Physiotherapeuten und mehrere Trainer reisen mit. Auch einen Beachvolleyball-Scout schicken die Stuttgarter nach Rio de Janeiro.

Der Olympiastützpunkt Stuttgart ist eine von bundesweit neunzehn Einrichtungen für Spitzen- und Nachwuchsathleten. Er wird finanziert von Bund, Land, der Stadt Stuttgart und weiteren Kommunen sowie von Sponsoren. Der Stützpunkt betreut ausschließlich Sportler, deren Ziel es ist, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Vertreten sind neben Turnen Sportarten wie Judo, Bogenschießen, Bahnradfahren, Segeln, Tennis, Tischtennis, Trampolinturnen, aber auch Basketball, Beachvolleyball und Wasserball. „Wir betreuen auch Paralympics-Athleten in den Sportarten Rollstuhlbasketball, Biathlon und Tischtennis“, so Grimminger. Die Sportler sind in unterschiedliche Leistungskader und nach Altersklassen aufgeteilt.

Nur wer gesund ist, kann Leistung entwickeln, ist die Devise im Bereich „Gesundheitsmanagement“. Das sportmedizinische Zentrum bietet innere Medizin, Orthopädie, Radiologie und Reisemedizin an. „Das ist alles mit auf dem Campus, für die Athleten zu Fuß erreichbar“, so Grimminger. Die Leistungen werden bei der Uniklinik Tübingen und der Sportklinik Stuttgart eingekauft. Fest angestellt sind Physiotherapeuten, die den Sportlern bei Prävention und Rehabilitation helfen. Massage, Akkupressur, Shiatsu, Kinesio Tape, Thermo- und Balneotherapie sowie Chi-Gong zählen zu den Angeboten. Für jeden Sportler gibt es zudem eine individuelle Ernährungsberatung.

Ein Problem, das fast alle Spitzensportler in Randsportarten teilen: Kaum jemand kann davon leben. Daher ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Olympiastützpunkts das sogenannte „Athletenmangement“. Zur dualen Karriereplanung zählt beispielsweise die Spitzensportförderung der Bundeswehr und der Bundespolizei. Daneben gibt es Partnerbetriebe, die Ausbildungsmöglichkeiten bei großzügiger Freistellung anbieten. „Wir haben nur zwei Beachvolleyballer und einen Radfahrer, die Vollprofis sind“, berichtet Grimminger. „Alle anderen haben einen anderen Beruf oder eine Form von Absicherung.“ So wie Nadine Hildebrand.

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02.08.2016, 06:00 Uhr
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