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Bonn

Fehlgriff beim Computersystem belastet Post

Ein Fehlgriff beim neuen Computersystem droht die Deutsche Post im Frachtgeschäft um Jahre zurückzuwerfen. Bis eine neue Lösung komplett läuft, kann es "ein paar Jahre dauern", sagte Finanzchef Larry Rosen in einer Telefonkonferenz.

30.10.2015
  • DPA

Bonn Zuvor hatte das Unternehmen seine Gewinnziele durch einmalige Abschreibungen auf eine Größenordnung von 2,4 Mrd. EUR reduziert.

Die Börse reagierte enttäuscht. Die Post-Aktie sackte zum Handelsauftakt um mehr als 3 Prozent auf 26,8 EUR ab. Für das laufende Jahr rechnet das Post-Management mit gut 500 Mio. EUR weniger Gewinn als zuletzt. Die ursprüngliche Prognose hatte Post-Chef Frank Appel wegen der wochenlangen Streiks bereits im August kassiert. Mit der nun getroffenen Maßnahme wolle die Post vorbeugen für spätere Belastungen, hieß es. Für 2016 geht der Vorstand aber weiter von einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von 3,4 Mrd. EUR bis 3,7 Mrd. EUR aus. "Nächstes Jahr werden sich einige Sondereffekte nicht wiederholen", begründete Rosen den Optimismus. Dabei nannte er etwa die Auswirkungen der wochenlangen Streiks.

Für die Umstellung der DHL-Frachtsparte auf neue Computersysteme und Geschäftsabläufe muss sich die Konzernspitze voraussichtlich etwas Neues überlegen. Die bisherigen Pläne haben nach Ansicht des Managements kaum Aussicht auf Erfolg.

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30.10.2015, 12:00 Uhr
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