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Kommentar

Fauler Kompromiss

Einen klassischen Rohrkrepierer – so und nicht anders muss man das nennen, was gestern Abend Horst Seehofer nach stundenlangem Poker unter dem Berliner Abendhimmel präsentierte.

03.07.2018

Von ULRICH BECKER

Berlin. Der Schuss aus dem schwerst möglichen Geschütz – Rücktritt als Innenminister und CSU-Chef – hat den Bayern selbst beschädigt und für die CSU maximalen Schaden angerichtet..

Denn die „sehr klare Übereinkunft“ (Seehofer), mit der er „hoch zufrieden“ sei, ist nichts anderes als ein Einknicken vor der Kanzlerin. Transitzentren für Flüchtlinge, die bereits in anderen Ländern einen Asylantrag gestellt haben, hätte Seehofer längst früher haben können. Doch der 69-Jährige setzte alles auf eine Karte, wollte Merkel in die Knie zwingen – bis die CSU Angst vor einer Niederlage in Bayern bekam und von ihrem eigenen Parteichef abrückte.

Was dieser Kompromiss tatsächlich wert ist, müssen die nächsten Tage zeigen. Die SPD-Basis wird dagegen aufbegehren. Vor allem aber muss sich beweisen, ob der Burgfrieden zwischen der Kanzlerin und ihrem Innenminister hält. Nach diesen Tagen und Nächten glaubt daran eigentlich niemand mehr.

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Erstellt:
3. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Juli 2018, 06:00 Uhr

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