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Kommentar

Fast schon fahrlässig

Was treiben Risikomanager in kleineren und mittelgroßen Banken, bei Volksbanken und Sparkassen? Diese Frage stellt sich nach dem Stresstest von Bundesbank und Finanzaufsicht Bafin.

24.09.2019

Von ROLF OBERTREIS

Zwar sind die Ergebnisse nur eine Durchschnittsbetrachtung, lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Institute zu. Aber nicht wenige blenden bei ihren Planungen Risiken aus, die auf der Hand liegen. Sie messen ihnen viel zu wenig Gewicht bei. Oder legen Szenarien zugrunde, die wenig mit der Realität zu tun haben.

Das wird bei den Einschätzungen der Zinsentwicklung deutlich. Die waren aus Bankensicht viel zu optimistisch, mitunter fast schon utopisch. Abenteuerlich mutet es angesichts der massenhaften weltweiten Klimaproteste an, dass die Mehrheit der Institute Risiken für Ökologie und Klima, etwa bei der Vergabe von Unternehmenskrediten, kaum Beachtung schenken. Das ist fast schon fahrlässig. Diese Risiken könnten schneller durchschlagen als erwartet und deutlich auf die Erträge drücken.

Zugegeben, es ist verständlich, dass die Banken die Effekte der Null- und Negativzinsen vorrangig begrenzen wollen. Doch mitunter wäre der Blick aufs große Ganze sinnvoll. Vielleicht fragen die Verantwortlichen in Banken und Sparkassen mal ihre Töchter und Söhne. Vermutlich sind einige bei „Fridays for Future“ mit dabei.

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Erstellt:
24. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. September 2019, 06:00 Uhr

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