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Nadelöhr Slowenien

Fast 13 000 Flüchtlinge kommen binnen 24 Stunden in das Land

Slowenien ist durch die Abschottungspolitik Ungarns zu einem Haupttransitland geworden. Am Mittwoch seien so viele Flüchtlinge wie noch nie an einem Tag gekommen, teilte die Polizei gestern mit.

23.10.2015
  • BOJAN KAVCIC, AFP

Dobova Nach der Abschottung der Grenzen durch Ungarn verzeichnet nun Slowenien Rekordzahlen von Flüchtlingen. Binnen 24 Stunden seien mehr als 12 600 Menschen über die Grenze gekommen, teilte die Polizei des Zwei-Millionen-Einwohner-Staates gestern Morgen mit. Unterstützung erhofft sich Ljubljana von der EU, deren Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, gestern in Slowenien erwartet wurde. Sloweniens Außenminister Karl Erjavec appellierte an Deutschland, die Grenzen für Flüchtlinge offen zu halten.

Slowenien ist seit der Schließung der südlichen ungarischen Grenzen das Haupttransitland für Migranten, die über die Balkanroute in den Schengen-Raum gelangen wollen. Die meisten Flüchtlinge wollen über Österreich nach Deutschland weiterreisen.

Mit den 12 676 Migranten, die am Mittwoch in Slowenien ankamen, wurde EU-weit ein Tagesrekord gemeldet. Von Samstag bis Donnerstag erreichten insgesamt 34 131 Flüchtlinge Slowenien.

Im slowenischen Dobova nahe der Grenze zu Kroatien führten berittene Polizisten einen Marsch von tausenden Männern, Frauen und Kindern an. Die Migranten waren, eskortiert von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften, über die Grenze nach Slowenien gebracht worden. "Wir dürfen uns nicht mal hinsetzen, obwohl alte Leute dabei sind, die gesundheitliche Probleme haben", sagte ein 27-jähriger Syrer, der mit seiner Frau unterwegs war.

In Kroatien befanden sich am Donnerstagvormittag 5000 Menschen auf der Durchreise per Zug oder Bus. Seit Mitte September durchquerten 217 500 Menschen den EU-Staat, und täglich kommen weitere. Die Hilfsorganisation Care warnte vor einer "dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage" auf dem Balkan.

Die Uno erhob unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Tschechien wegen des dortigen Umgangs mit Flüchtlingen. Die Inhaftierung von Migranten in der Tschechischen Republik erfolge "systematisch" und sei "entwürdigend", sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad al-Hussein, in Genf. Das gelte insbesondere für die Einsperrung von Flüchtlingskindern.

Nach UN-Angaben haben sich seit Jahresbeginn 600 000 Migranten auf den Weg nach Europa gemacht, die meisten von ihnen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Die schwedische Regierung erklärte gestern, sie rechne mit 190 000 Asylanträgen in diesem Jahr. Für bis zu 45 000 Menschen gebe es keine Unterkunft. Schweden hat bezogen auf die Einwohnerzahl EU-weit die meisten Flüchtlinge aufgenommen.

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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