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Familienunternehmen werben um Nachwuchskräfte

19.07.2018

Der Fachkräftemangel ist bei den familiengeführten Unternehmen angekommen. Familienbetriebe haben zunehmend Probleme, qualifizierte junge Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Allerdings können die meisten Firmen mit Familienanschluss mit besonderen Vorteilen punkten – sie müssen diese nur als USP erkennen und selbstbewusst nach außen vertreten.

Die Bewerberwünsche ändern sich

Die Loyalität von jungen Arbeitnehmern gegenüber ihrem Arbeitgeber nimmt ab – die Folge: Wo früher Mitarbeiter über viele Jahre einem Unternehmen die Treue hielten, herrscht heute Fluktuation. Die Wünsche der Bewerber haben sich geändert – und insbesondere umworbene Fachkräfte äußern ihre Wünsche auch offensiv. Das sollte Familienunternehmen eigentlich zugutekommen: Sie bieten vieles, was bei jungen Bewerbern ankommt: flache Hierarchien, Eigenverantwortung, eine ausgewogene Work-Life-Balance und eine familienfreundliche Atmosphäre.

Internationale Aktivitäten kommunizieren

Viele Familienunternehmen wie etwa der Wurstwarenhersteller Schwarz Cranz produzieren in der Provinz. Was nur wenige wissen: Schwarz Cranz, 1852 gegründet und heute noch in Familienhand, hat seinen Sitz zwar im niedersächsischen Neu Wulmstorf, vertreibt seine Wurstspezialitäten aber auch international. Solche globalen Aktivitäten von mittelständischen Familienunternehmen nehmen potenzielle Bewerber oft gar nicht wahr. Dabei erwirtschafteten die großen Familienbetriebe 2015 ungefähr jeden dritten Euro durch die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen, bei einer Exportquote von 41,5 Prozent. Bei vielen Unternehmen wie beispielsweise dem Heiz- und Kältetechnikhersteller Viessmann sind die Umsätze durch den Export enorm: Im vergangenen Jahr betrug der Exportanteil bei der in Allendorf ansässigen Firma 54 Prozent.

Das zeigt: Wer junge Fachkräfte mit Auslands-Ambitionen an sich binden möchte, muss seine internationalen Aktivitäten entsprechend kommunizieren – am besten dort, wo die jungen Nachwuchskräfte zu Hause sind: bei Facebook, Xing, LinkedIn und Co.

Familienunternehmen sollten sich bei der Suche nach jungen Talenten aber nicht ausschließlich auf die angesagten Social-Media-Kanäle verlassen: Ein Mitarbeiter-sucht-Mitarbeiter-Programm ist oft ebenso effektiv.

Regionale Präsenz als Standortvorteil

Familienunternehmen werden aufgrund ihrer regionalen Standorte von Bewerbern oft negativ bewertet – dabei kann sich die Regionalität auch positiv für solche Firmen auswirken. Viele Nachwuchskräfte wollen dort arbeiten, wo sie aufgewachsen sind oder studiert haben. Die Karriereplattform Xing hat herausgefunden, dass Bewerber vor allem im Umkreis von 50 Kilometern von ihrem Studien- oder Geburtsort nach neuen Jobs suchen. Hier können Familienunternehmen mit Standorten in kleineren Gemeinden punkten, wenn sie ihre Präsenz vor Ort vermarkten.

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Erstellt:
19. Juli 2018, 11:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Juli 2018, 11:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2018, 11:00 Uhr

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