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Kommentar zu den Tücken der Mütterrente

Falsch finanziert

Etwas gegen Altersarmut zu tun, klingt immer gut und populär. Schade nur, dass es schnell teuer wird und die Falschen zur Kasse gebeten werden. So ist das bei der Mütterrente, die von 2019 an erhöht werden soll. Um die Kosten zu begrenzen, sollen davon nur für Mütter mit mindestens drei Kindern profitieren. Sie allerdings auch dann, wenn sie finanziell gut dastehen.

12.07.2018

Von Dieter Keller

Das wäre ihnen zu gönnen, wenn es vernünftig finanziert wäre. Aber Sozialpolitiker versprechen leider gern viel, ohne sich abzusichern, dass der Finanzminister das nötige Geld herausrückt. Die zwangsläufige Folge hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung aufgedeckt: Den Großteil der Rechnung für die Mütterrente müssen die Beitragszahler zahlen und die Senioren selbst, weil ihre Rentenerhöhungen niedriger ausfallen. Auf diesen Zusammenhang hatte die Rentenversicherung schon bei der ersten Aufstockung der Mütterrente 2014 hingewiesen. Doch entweder haben sich das die Politiker nicht zu Herzen genommen. Oder, noch schlimmer, sie haben es nicht verstanden.

Die Mütterrente ist eine Anerkennung der Erziehungsleistung der Eltern und speziell der Mütter. Das ist eine Aufgabe für alle Bürger, also auch für Beamte, Unternehmer und Freiberufler und nicht nur für Arbeitnehmer. Daher sind Steuern der einzig gerechte Weg der Finanzierung.

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Erstellt:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 06:00 Uhr

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