Justiz

Fall Maddie: Verdächtiger bleibt in Haft

43-Jähriger fordert Aufhebung des Urteils im Fall der Vergewaltigung einer Amerikanerin und scheitert vor Gericht.

07.08.2020

Von DPA

Luxemburg. Der Tatverdächtige im Fall Maddie hat bei seinen Bemühungen um eine Freilassung aus dem Gefängnis einen Rückschlag hinnehmen müssen. Ein Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes kam in einem Rechtsgutachten zu dem Ergebnis, dass der 43 Jahre alte Deutsche im Dezember 2019 vom Landgericht Braunschweig wegen der Vergewaltigung einer US-Amerikanerin verurteilt werden durfte.

Konkret geht es in dem EuGH-Verfahren darum, dass der Mann eine Aufhebung des Urteils wegen der Vergewaltigung fordert, weil er ursprünglich auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls für eine andere Straftat an Deutschland ausgeliefert worden war. Er verweist dabei darauf, dass es EU-Regeln für den Europäischen Haftbefehl verbieten, dass jemand dann auch wegen anderer vor der Auslieferung begangener Straftaten belangt wird.

Nach dem Rechtsgutachten ist diese Regelung aber für den Fall irrelevant, da der Mann Deutschland zwischenzeitlich wieder freiwillig verlassen hatte und erst über einen neuen Europäischen Haftbefehl zurück nach Deutschland kam. Dieser wurde von Behörden in Italien vollstreckt – die auch zustimmten, dass der Mann wegen der Vergewaltigung verfolgt und verurteilt wird. dpa

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Erstellt:
7. August 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2020, 06:00 Uhr

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