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FDP-Kandidat Christopher Gohl verfehlte knapp ein Mandat · Wahlkreis-Rekord für Grüne und Linke
Wahlplakate in der Europastraße – fast hätte der Tiger die Kanzlerin im Griff. Bild: Metz
Bundestagswahl-Nachlese · Der fünfte Sitz schien greifbar

FDP-Kandidat Christopher Gohl verfehlte knapp ein Mandat · Wahlkreis-Rekord für Grüne und Linke

Zwölf Abgeordnete brachte die baden-württembergische FDP bei der Wahl am Sonntag in den Bundestag. Hätte es ein weiteres Mandat gegeben: Es wäre dem Tübinger Kandidaten Christopher Gohl mit Platz 13 auf der FDP-Landesliste zugefallen.

26.09.2017
  • Renate Angstmann-Koch

Erst am Montagmorgen, 5.30 Uhr, stand fest, dass es für Gohl, den Mitarbeiter des Weltethos-Instituts nicht gereicht hat. Es bleibt dabei: Auch weiterhin werden vier Abgeordnete den Wahlkreis Tübingen vertreten.

Vierthöchste Wahlbeteiligung

Im Vergleich der 38 baden-württembergischen Bundestagswahlkreise weist das Ergebnis einige Besonderheiten auf. Der Wahlkreis Tübingen hatte mit 81,3 Prozent die vierthöchste Wahlbeteiligung. Nur in Stuttgart I (82,7 Prozent), Heidelberg und Freiburg lag sie höher.

Die CDU erzielte ein Zweitstimmen-Ergebnis von 30,8 Prozent. Sie schnitt nur in sechs großstädtischen Wahlkreisen (zweimal Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg und Heidelberg) schlechter ab. Ihre Wahlkreiskandidatin Annette Widmann-Mauz bewegt sich mit 35,7 Prozent der Erststimmen jedoch im Mittelfeld.

Die Grünen kommen mit 18 Prozent der Zweitstimmen im Landesvergleich auf Platz vier. Noch besser schnitten sie in Freiburg ab (21,2 Prozent), wo Kerstin Andreae bis auf 2,3 Erststimmen-Prozent an den CDU-Abgeordneten Matern von Marschall heranrückte, ebenso in Cem Özdemirs Wahlkreis Stuttgart I und in Karlsruhe-Stadt – in einem Wahlkreis, der neben Sylvia Kotting-Uhl vier weitere Abgeordnete nach Berlin entsendet, unter ihnen FDP-Mann Michael Theurer aus Horb.

Die Linke erreichte im Wahlkreis Tübingen mit 9,5 Prozent ihr landesweit drittbestes Ergebnis hinter Freiburg (11,2 Prozent) und Karlsruhe-Stadt (9,6 Prozent). In Freiburg hatte der frühere Europaabgeordnete Tobias Pflüger aus Tübingen kandidiert. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken kam mit Listenplatz 4 in den Bundestag. Claudia Haydt, ebenfalls aus Tübingen und Direktkandidatin im Wahlkreis Bodensee, verfehlte mit Platz sieben knapp ein Mandat.

AfD-Hochburg Burladingen

Die AfD verzeichnete mit 10 Prozent im Wahlkreis Tübingen ihr landesweit fünftschlechtestes Ergebnis. Ihr Direktkandidat Dubravko Mandic kam mit 8,7 Prozent der Erststimmen auf den drittletzten Platz.

Ihre besten Gemeinde-Ergebnisse holte die AfD in den Zollernalb-Gemeinden des Wahlkreises, so etwa mit 17,7 Prozent in Burladingen. Dagegen kam sie in Tübingen nur auf 5,2 Prozent. Dort schnitt auch die CDU mit 23,3 Prozent besonders schlecht ab. Ihre stärksten Einbußen hatte sie jedoch in ihren früheren Hochburgen – etwa in Burladingen mit einem Minus von 17,7 Prozent.

Martin Rosemann und die SPD kamen nur im sprichwörtlich roten Nehren noch auf über 20 Prozent. Die Grünen konnten in Tübingen über 25,9 Prozent jubeln. Ihr Kandidat Chris Kühn kam auf 28,7 Prozent der Erststimmen. Auch die Linke erreichte in Tübingen mit 12,7 Prozent der Erst- stimmen für Heike Hänsel und 14,5 Prozent der Zweitstimmen gegenüber 8,8 Prozent bei der Wahl 2013 ihren Spitzenwert. Keine andere Partei konnte in Tübingen so stark zulegen.

Unter ihren Erwartungen dürften die drei anderen Direktkandidaten im Wahlkreis geblieben sein. Claudia Lenger-Atan kam auf 0,2 Prozent, ihre Internationalistische Liste/MLPD auf 0,1 Prozent. Ina Mecke erhielt 1,4 Prozent, „Die Partei“ 0,8 Prozent der Stimmen. Auf 1 Prozent brachte es auch der parteilose Kandidat Prof. Jens Martin Rohrbach. Das entspricht einer Stimmenzahl von 1585.

„Focus“-Spekulationen um Widmann-Mauz

Während sich die SPD auf die Oppositionsrolle festlegte, will sich die CDU an die Regierungsbildung machen. „Focus“ hatte am Wochenende über Personalien spekuliert. Als CDU-Politikerin mit Aussicht auf einen Ministerposten nannte das Magazin auch die Tübinger Abgeordnete Annette Widmann-Mauz – mit dem Etikett „Die Bescheidene“. Widmann-Mauz fühlte sich durchaus „gut charakterisiert“. Allerdings benannte „Focus“ auch die größten Hindernisse für die Parlamentarische Staatssekretärin: Wolfgang Schäuble und Fraktionschef Volker Kauder kommen ebenfalls aus Baden-Württemberg. Eine Beförderung gefährdete den Regionalproporz.

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26.09.2017, 01:00 Uhr
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