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Was macht Guardiola?

FC Bayern unter Zugzwang: Die Zukunft des Startrainers bleibt ungeklärt

Münchens Klubobere sind fest davon überzeugt, dass sie den Vertrag mit dem renommierten Fußballlehrer verlängern können. Doch Pep Guardiola steht auch bei den Freunden von Manchester City hoch im Kurs.

14.10.2015
  • ARMIN GRASMUCK

München Der erste Kandidat ist auf der Insel. Jürgen Klopps mehr oder weniger spontaner Einstieg beim FC Liverpool hat im Umfeld des FC Bayern für Unruhe gesorgt. Der deutsche Erfolgstrainer galt in der Führungsetage des Rekordmeisters als perfekte Alternative für den Fall, dass Pep Guardiola seinen Vertrag bei den Münchnern im nächsten Sommer auslaufen lässt. Klopp ist weg. Und Guardiola weigert sich beharrlich, über seine Zukunftspläne zu sprechen.

Die umfangreichen Verhandlungen, die es mit dem Katalanen und seinen Beratern zu führen gibt, haben bei den Bayern höchste Priorität. Es geht um einen Kontrakt von großem finanziellem Volumen, um Einfluss, aber auch um eine gehörige Portion Eitelkeit. "Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann, dass unser Trainer seinen Vertrag verlängert und noch lange bei uns bleibt", so demütig wie deutlich formulierte es Karl-Heinz Rummenigge just an seinem 60. Geburtstag, den er in der vergangenen Woche feierte. "Wir haben ein schönes Pfund auf dem Tisch liegen, das man nicht einfach beiseite schieben kann: eine erstklassige Mannschaft, einen fantastischen Klub, ein tolles Stadion und eine wunderschöne Stadt." Für den Vorstandsvorsitzenden der Bayern geht es auch darum, ein Zeichen der Stärke an die großen und finanzkräftigen Konkurrenten auf internationaler Ebene zu entsenden. Wer Guardiola hat, muss ihn sich leisten können - so schlicht ist die Imagekampagne in eigener Sache umrissen. Die Aura des Startrainers wirkt zudem bei dem Werben um potenzielle Neuzugänge und im direkten Zusammenspiel mit den größtenteils global agierenden Sponsoren des Klubs. Um die nächste Saison konkret planen zu können, erwarten die Münchner spätestens zur Winterpause ein Zeichen Guardiolas.

Der Trainer, der den Fußball der modernen Art, Titel und Trophäen sowie Beifall rund um den Globus garantiert, steht selbstverständlich bei mehreren Spitzenklubs in den besten Spielklassen der Welt hoch im Kurs. In seiner spanischen Heimat verdichten sich die Hinweise, die Guardiolas Abschied aus München bereits als Fakt beschreiben.

Die in Barcelona erscheinende Zeitung "Mundo Deportivo" berichtete, der 44 Jahre alte Trainer habe den Chefs von Manchester City bereits mündlich zugesagt. Bei dem englischen Topklub, der im großen Stil aus dem Budget des Scheichs von Abu Dhabi unterstützt wird, stehen Sportdirektor Txiki Begiristain und Ferran Soriano als Geschäftsführer in Amt und Würde, zwei Landsmänner, die Guardiola in gemeinsamen, sehr erfolgreichen Zeiten beim FC Barcelona kennen und schätzen gelernt hat.

Der Trainer, so berichtet es das katalanische Blatt, habe in Manchester jedoch noch keinen Vertrag unterschrieben. Dazu passen die neuen Nachrichten, die aus Italien an die Isar dringen: Der Fernsehsender Sport Mediaset berichtete gestern, Bayern habe sich bereits auf Carlo Ancelotti als neuen Trainer festgelegt. Der Italiener, zuletzt in Diensten von Real Madrid und auch bei Liverpool im Gespräch, habe sich mit den Münchnern auf einen Zweijahresvertrag geeinigt.

Die Bayern-Bosse geben sich betont entspannt. "Wir haben immer gesagt, dass wir uns in der zweiten Jahreshälfte mit unserem Trainer unterhalten werden", sagt Rummenigge. "Es ist Oktober, wir haben noch Zeit." Die makellose Zwischenbilanz, die Guardiola und die Spieler nach mitunter glanzvollen Auftritten in der Bundesliga und der Champions League präsentieren können, geben den Verhandlungspartnern die Gelegenheit zur Gelassenheit. Es liegt an Guardiola, die Bayern gehaltvoll zu animieren.

FC Bayern unter Zugzwang: Die Zukunft des Startrainers bleibt ungeklärt
Jürgen Klopp (rechts), der als perfekter Nachfolger von Pep Guardiola galt, ist nach Liverpool gegangen. Foto: Eibner

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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