Umwelt

Extremwetter schürt Sorgen vor Folgen des Klimawandels

Schwere Unwetter über Deutschland, Hitze in Griechenland und Kanada: Wissenschaftler befürchten eine Zunahme solcher Ereignisse.

01.07.2021

Von DPA

Extreme Hitze in Kanada, den USA, Sibirien und Griechenland, starke Sommergewitter in Deutschland: Eine Serie von Extremwetterereignissen auf der Nordhalbkugel schürt die Sorge vor den Folgen des Klimawandels.

Im Westen Kanadas in der Provinz British Columbia stieg die Temperatur am Dienstag auf 49,5 Grad Celsius. Das sind drei Grad mehr als das bisherige Allzeithoch. Die Hitze habe bereits zu Dutzenden Todesfällen beigetragen, berichten kanadische Medien. Seit Freitag seien in der Provinz British Columbia mehr als 100 plötzliche Todesfälle bei der Polizei gemeldet worden, berichtete der TV-Sender CBC. Extreme Hitze werde in der Mehrzahl der Fälle als Mitursache angesehen. Auch im Westen der USA ist es bereits im Juni ungewöhnlich heiß. Waldbrände und eine höhere Zahl von Todesfällen sind die Folge. In Griechenland werden für Donnerstag bis zu 44 Grad erwartet.

In der Mitte und im Süden Deutschlands gingen am Dienstag erneut schwere Unwetter nieder. Im bayerischen Landshut wurde die Altstadt überflutet. Im benachbarten Tschechien beschädigten die Unwetter Leitungen und ließen rund 145 000 Haushalte ohne Strom zurück.

Weil sich die Erde infolge des Klimawandels erwärme, werde es mehr extreme Wetterlagen geben, sagte der Physiker Christian Plaß-Dülmer, Leiter des Bergobservatoriums auf dem Hohen Peißenberg am Starnberger See, der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir erwarten, dass Extremwetterlagen häufiger werden. Solche schweren Gewitter wird es dann häufiger geben.“

Durch den Klimawandel seien die Temperaturen in der Region im Schnitt um zwei Grad Celsius gestiegen. „Damit ist die Luft wärmer und hat in der Regel auch mehr Feuchtigkeit.“ Wärmegewitter bildeten sich bei zunehmender Hitze. „Wenn die Luft im Sommer wärmer wird, enthält sie mehr Feuchtigkeit und Energie, Gewitter bilden sich und werden mit zunehmender Temperatur meist heftiger.“ dpa

Südwestumschau

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Erstellt:
1. Juli 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Juli 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2021, 06:00 Uhr

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