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„Extrem
soziales Verhalten“
Fassade eines Blocks von Mietwohnungen. Foto: dpa
Wohnen

„Extrem soziales Verhalten“

Private Vermieter haben die Miete 2016 kaum erhöht. Dafür stiegen die Betriebs- und Heizkosten kräftig.

22.09.2017
  • DIETER KELLER

Berlin. Halten sich private Vermieter bei Mieterhöhungen mehr zurück als Wohnungsbaugesellschaften? Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der Eigentümerverband Haus & Grund aufgrund einer Umfrage, an der sich 2800 private Vermieter beteiligten. Danach erhöhten sie die durchschnittliche Nettokaltmiete nur um 0,6 Prozent auf 7,88 EUR pro Quadratmeter. Das sind im Schnitt 2,7 Prozent weniger, als der örtliche Mietspiegel hergibt.

Fast zwei Drittel der Vermieter haben im vergangenen Jahr nicht an der Preisschraube gedreht. Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke lobte das „extrem soziale Verhalten der Vermieter“. Viele verlangten nur bei einem Mieterwechsel mehr Miete.

Ob die Umfrage repräsentativ ist, darüber lässt sich streiten. Die Zahlen widersprechen Berichten über drastische Mietsteigerungen in Großstädten. Laut Statistischem Bundesamts kletterten die Nettokaltmieten 2016 im Bundesdurchschnitt um 1,2 Prozent. In diesem Jahr hat sich die Entwicklung etwas beschleunigt: Im August lagen sie 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Auch der Mieterbund kann die Ergebnisse nicht nachvollziehen. Denn den privaten Vermietern gehören zwei Drittel aller Mietwohnungen. Dann müssten die Wohnungsunternehmen, auch die in kommunalem Besitz, große Preistreiber sein.

Mieter melden Zweifel an

Die hat Haus & Grund bei den Nebenkosten ausgemacht: Diese seien ganz erheblich gestiegen, und zwar aufgrund von staatlichen Abgaben, klagte Warnecke. Betriebskosten seien um durchschnittlich 6 Prozent auf 1,39 EUR pro Quadratmeter geklettert, die Heizkosten um 11 Prozent auf 1,16 EUR. Für die Heizung gibt es allerdings auch andere Zahlen: Der Mieterbund schätzt, dass 2016 das Heizen mit Öl 14 Prozent günstiger wurde, bei Gas um 6 Prozent. Denn die Energiepreise sind gesunken, und die Temperaturen waren nicht drastisch niedriger als im Jahr zuvor, was gegen einen erheblich höheren Verbrauch spricht. Dieter Keller

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22.09.2017, 06:00 Uhr
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