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Vorwurf gegen Separatisten

Experten: Passagierflug MH 17 von russischer Buk-Rakete abgeschossen

Der Abschuss von Flug MH 17 über der Ukraine erschütterte die Welt. Der Untersuchungsbericht erhebt Vorwürfe gegen Separatisten - und Ukraine.

14.10.2015
  • STEFAN SCHOLL (MIT DPA)

Gilze-Rijen Das im Vorjahr über der Ostukraine abgestürzte Passagierflugzeug MH 17 wurde nach Angaben des niederländischen Sicherheitsrates vom Gebiet der pro-russischen Rebellen aus abgeschossen. Das sagte der Vorsitzende des Rates, Tjibbe Joustra, gestern dem niederländischen Fernsehen. Bei der Vorstellung des Abschlussberichtes hatte Joustra zuvor noch erklärt, dass nicht genau festzustellen sei, wo die Rakete abgefeuert worden war. Später sagte er jedoch dem Fernsehen: "Es ist ein Gebiet, wo die Grenzen fließend waren. Aber es ist ein Gebiet, wo die pro-russischen Rebellen die Kontrolle hatten." Das bestätigte eine Sprecherin des Sicherheitsrates.

Die Ukraine und Russland machen sich gegenseitig für den Abschuss verantwortlich. Die Boeing der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ost-Ukraine mit einer Buk-Rakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord starben.

Der Bericht der Niederländer macht auch der Ukraine Vorhaltungen: Er konstatiert, dass die ukrainischen Behörden den Luftraum über dem Kampfgebiet früher hätten schließen können.

Ebenso wird festgestellt, dass der Flugzeugbug vorne links von einem explodierenden 9N314M-Gefechtskopf zerstört wurde, abgefeuert aus einem Buk-Luftabwehrsystem. Also nicht durch den Beschuss eines Kampfjets, wie das russische Verteidigungsministerium zwischenzeitlich behauptete. Offen blieb, ob der Gefechtskopf von modernen 9M38M1 getragen wurde oder von einer älteren 9M38-Rakete. Diese werden nach Angaben des russischen Rüstungskonzerns Almas-Altei noch von den ukrainischen Streitkräften verwendet, nicht aber von den russischen. Außerdem wird in dem Bericht nicht ausgeschlossen, dass man sie aus dem Rebellengebiet südlich der Straße Tores-Sneschnoje abgeschossen hat, wie ukrainische und westliche Rechercheure annehmen. Insgesamt aber betrage das Areal, in dem das Buk-System gestanden haben könnte, 320 Quadratkilometer, zur Ermittlung seiner wirklichen Position seien weitere Ermittlungen nötig.

Moskau zeigte sich enttäuscht von dem Bericht und bezeichnete die Ergebnisse als "voreingenommen".

Experten: Passagierflug MH 17 von russischer Buk-Rakete abgeschossen
Aus Wrackteilen teilweise wiederhergestellt: Der Rumpf der Boeing 777, die vergangenes Jahr über der Ost-Ukraine abgeschossen wurde. Foto: dpa

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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