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Produktionsstart von Batteriezellen 2021?

Experten: Maßnahmeplan ist nötig

Lassen sich auch Batteriezellen für Elektroautos in Deutschland produzieren? Ja, glauben Experten - in fünf Jahren könnte eine Fertigung starten.

18.03.2016
  • DPA

Ludwigsburg. Experten sind optimistisch, wenn es um eine Zellfertigung für Elektroautos in Deutschland geht. "Im Prinzip ist eine wirtschaftliche Zellfertigung in Deutschland möglich", sagte der Vorsitzende der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), Henning Kagermann, beim Kongress des Autoverbands VDA. Angesichts der wachsenden Konkurrenz müsse die Entscheidung darüber aber spätestens 2017 gefällt werden.

Bislang zweifelte die Branche an der Wirtschaftlichkeit einer solchen Produktion. Daimler hatte Ende 2015 seine Zellfertigung im sächsischen Kamenz wegen der hoher Überkapazitäten eingestellt.

Nur die Batteriesysteme selbst bauen die deutschen Autobauer zusammen. Die Zellen für Batterieantriebe von E-Autos kommen vor allem von asiatischen Herstellern wie Panasonic oder LG.

Nun ist sich die deutsche Branche einig wie noch nie: Die NPE - deren Lenkungskreis sich aus Vertretern von Industrie, Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften zusammensetzt - empfiehlt in einem Maßnahmenplan einen Produktionsstart von Batteriezellen 2021. Dann könnte der Bedarf so hoch sein, dass sich der Markteintritt lohne. Auch die nächste Generation von Lithium-Ionen-Akkus sei dann verfügbar, so die Schätzung der NPE. Das Produktionsvolumen könnte bis 2025 auf Batterien für 325 000 Elektroautos pro Jahr steigen.

Für den Aufbau seien Investitionen von etwa 1,3 Mrd. EUR notwendig - und jede Menge Durchhaltevermögen: Erst 2030 dürften die Kosten den Berechnungen zufolge wieder eingespielt sein.

Der Chef von Boschs Kfz-Sparte, Rolf Bulander, Mitglied der zuständigen NPE-Arbeitsgruppe für Batterietechnologie, sagte, die Lohnkosten bewegten sich auch in Deutschland in einem überschaubaren Rahmen. Neben einem entsprechenden Marktumfeld sehen die Experten der NPE auch stabile Energiekosten als wichtiges Kriterium. Flankiert werden soll der Produktionsaufbau von Forschungsprojekten.

Wer das unternehmerische Risiko tragen soll, ist noch unklar. Die Bundesregierung sollte laut Kagermann die Branche noch in diesem Jahr an einen Tisch holen. Bulander wollte sich allerdings noch nicht festlegen, ob man einsteige. Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber schloss eine direkte Beteiligung direkt aus.

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18.03.2016, 08:30 Uhr
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