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Emmendingen

Experte: Bombe auf Zeltlager war lebensgefährlich

Am Donnerstag hat in Emmendingen der Prozess gegen drei mutmaßliche Bombenbastler begonnen. Unklar ist, ob ein rechter Anschlag geplant war.

17.10.2015
  • MARKUS ZIMMERMANN

Emmendingen War der Bombenangriff mit einem Modellflugzeug auf ein antifaschistisches Jugendlager nur eine Schnapsidee, der die Staatsanwaltschaft aufgesessen war und die die Medien aufgebauscht haben? So jedenfalls stellen es die drei Angeklagten dar, die sich seit Donnerstag vor dem Emmendinger Schöffengericht verantworten müssen. Ihnen wird, unterschiedlich zugeordnet, die Herstellung, der Besitz von illegalen Sprengkörpern und Körperverletzung mit einem solchen Sprengsatz vorgeworfen. Mittels eines Modellflugzeuges sollen die drei Angeklagten versucht haben, einen Sprengsatz über dem Sommerlager abzuwerfen.

Wie gefährlich die Sprengsätze für Menschen waren, verdeutlichte der Gutachter des Landeskriminalamts: "In einem Abstand von bis zu fünf Metern sei, bei Treffern im ungeschützten Hals- und Kopfbereich, durchaus mit lebensgefährlichen bis tödlichen Folgen zu rechnen." Einer der Angeklagten erwiderte, er sei Freizeitsprenger und sprach von einem "Blendsatz", der Fachmann aber geht von einer Rohrbombe aus. Insbesondere, weil diese nicht nur aus einer großen Menge explosiven Gemischs bestand, sondern mit einer Metallkette bestückt war.

Doch was sollte damit geschehen? Ein Angriff auf ein Jugendlager von Antifaschisten in Bayern? "Völliger Quatsch, reine Spinnerei eines besoffenen Abends", sagten die Angeklagten unisono. Und der Bombenbauer, mit dessen Modellflugzeug das hätte geschehen sollen, schob nach: "Mit dem Flieger, den die Polizei beschlagnahmt hat und den sie immer noch hat, wäre das gar nicht möglich gewesen."

Mindestens zwei der drei Angeklagten sind durchaus dem rechten Spektrum zuzuordnen. Auch wenn einer zur "aktuellen politischen Gesinnung nichts äußern will", und für den anderen sein Verteidiger Alexander Heinig erklärt, dass "er keinen Kontakt mehr zur rechtsradikalen Szene hat". Dennoch steht bei ihnen die Mitgliedschaft in rechts orientierten Rockbands in der Vita.

Belastend könnte zudem ein protokollierter Chat sein. Dort ist von "Zeltlager aufmischen" die Rede, von "Vorsicht, mit den Orangenen" - gemeint sind wohl Zündschnüre - sowie davon, dass "es schon die Richtigen treffen wird". Kommenden Mittwoch folgen die Plädoyers.

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17.10.2015, 12:00 Uhr
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