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SINDELFINGEN

Ex-OB verfolgte Juden

Die Stadt Sindelfingen will ihrem ehemaligen OB Karl Pfitzer die Ehrenbürgerwürde Aberkennen. Grund ist seine Rolle während der Judenverfolgung in der NS-Zeit.

29.06.2007

Die Schüler des Goldberg-Gymnasiums in Sindelfingen haben einen Stein ins Rollen gebracht. Durch ihr Engagement ist ans Tageslicht gekommen, wie der frühere Oberbürgermeister der Stadt, Karl Pfitzer, mit der jüdischen Familie Ullmann umgegangen ist. Am 27. Januar 2006 hatten sie ein Denkmal für die Familie enthüllt und dabei aus Gemeinderatsprotokollen der 1930er und 1940er- Jahre zitiert.

Nach dem Anstoß durch die Schüler ließ der derzeitige OB Bernd Vöhringer (CDU) das Stadtarchiv Pfitzers Rolle in der NSZeit genau untersuchen. Nach demnun vorliegenden Ergebnis der Recherchen beabsichtigt die Stadt, Pfitzer die Ehrenbürgerwürde posthum abzuerkennen.

Wie die Gymnasiasten herausbekamen, verbot Pfitzer der Viehhändlerfamilie schon den Zugang zum Sindelfinger Viehmarkt, noch ehe das NS-Regime die Ausschaltung der Juden aus dem wirtschaftlichen Leben verordnete. Außerdem liegen im Archiv Briefe Pfitzers an die Kreisbauernschaft vor, in denen er antisemitische Töne anschlug.

Der Gemeinderat verlieh Pfitzer, der zwischen 1932 und 1945 amtierte, imJahr 1953 die Ehrenbürgerwürde. Sie soll ihm in der Gemeinderatssitzung am 3. Juli entzogen werden. Außerdem möchte die Stadtverwaltung die Karl-Pfitzer-Straße umbenennen.

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29.06.2007, 12:00 Uhr
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