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Ex-Bundesbank-Präsident Tietmeyer wird 85
Ex-Bundesbank-Präsident Hans Tietmeyer wird 85. Foto: dpa
Ikone stabiler Geldpolitik

Ex-Bundesbank-Präsident Tietmeyer wird 85

Er war der letzte Bundesbank-Chef der D-Mark-Ära – und der erste deutsche Vertreter in der EZB. Hans Tietmeyer feiert seinen 85. Geburtstag,

18.08.2016
  • DPA

Frankfurt. Hans Tietmeyer hat die Staatsschuldenkrise im Euroraum kommen sehen. Jahre bevor hoch verschuldete Staaten und klamme Banken die Einheitswährung an den Rand des Scheiterns katapultierten, hatte der frühere Bundesbank-Präsident (1. Oktober 1993 bis 31. August 1999) solide Staatsfinanzen, grundlegende Reformen und eine engere politische Union angemahnt.

Der Diplom-Volkswirt „mit preußischer Disziplin“ war der letzte Bundesbank-Chef mit der ganzen Machtfülle der D-Mark – und der erste, der im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sein Gewicht für Deutschland in die Waagschale warf. Am heutigen Donnerstag wird Tietmeyer 85 Jahre alt.

Er folgte auf Helmut Schlesinger an der Spitze der Bundesbank. Der Ökonom scheute keinen Konflikt mit der Regierung und kritisierte mehrfach wirtschaftspolitische Entscheidungen. So bezeichnete der gebürtige Westfale die Währungsumstellung in der DDR 1990 im Verhältnis 1:1 als großen Fehler.

Als CDU-Mitglied verfasste er 1982 für den damaligen FDP-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff das „Lambsdorff-Papier“, das den Bruch der sozialliberalen Regierung und den Sturz von Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) einleitete. Seine Standfestigkeit hat Tietmeyer einmal im Interview selbst so beschrieben: „Westfälische Eichen können schon einiges aushalten.“

Auch nach seiner Zeit in Frankfurt trieb ihn die Sorge um den Euro um. Er galt als „Ikone der Geldpolitik“. Er begann seine Karriere 1962 als Beamter im Bonner Wirtschaftsministerium. Zwanzig Jahre später wechselte er als Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium.

Als persönlicher Beauftragter bereitete er für Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) die internationalen Wirtschaftsgipfel vor. Die RAF scheiterte 1988 mit einem Anschlag auf ihn. Nach seiner Zeit in Frankfurt saß Tietmeyer in vielen Gremien und Aufsichtsräten.

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18.08.2016, 06:00 Uhr
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