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Ex-Bewohner wollte Flüchtlingsheim anzünden: Prozess
Prozess wegen Brandstiftung im Landgericht Heidelberg. Foto: Uwe Anspach/Archiv dpa/lsw
Heidelberg

Ex-Bewohner wollte Flüchtlingsheim anzünden: Prozess

Wegen Brandstiftung in einem Heidelberger Flüchtlingsheim müssen sich seit Dienstag zwei Männer vor dem Landgericht Heidelberg verantworten.

08.03.2016
  • dpa/lsw

. Der ehemalige Bewohner und sein mutmaßlicher Komplize sollen im vergangenen Oktober mitten in der Nacht an den Eingängen der Unterkunft im Stadtteil Pfaffengrund Feuer gelegt haben. Beide waren zur Tatzeit betrunken. Den Männern im Alter von 25 und 27 Jahren wird versuchte gemeinschaftliche, besonders schwere Brandstiftung zur Last gelegt. Ihnen droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, die mehr als 100 Bewohner des Flüchtlingsheims in Lebensgefahr gebracht zu haben. Verletzt wurde niemand. Bewohner der Unterkunft hatten die Brände frühzeitig entdeckt und die Feuerwehr alarmiert, es entstand nur geringer Sachschaden. Mehrere Bewohner hatten die beiden Verdächtigen verfolgt, als sie flohen. Durch ihre Hinweise konnte das Duo kurze Zeit später in der Nähe des Tatortes festgenommen werden.

Das Motiv der mutmaßlichen Täter blieb zunächst unklar. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wollten sie sich im Vorfeld des Prozesses nicht zu den Vorwürfen äußern. 

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08.03.2016, 13:50 Uhr | geändert: 08.03.2016, 11:30 Uhr
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