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Heidelberg

Ex-Bewohner legt Feuer in Flüchtlingsheim: Bewährungsstrafe

Im Prozess gegen zwei Männer wegen versuchter Brandstiftung in einem Flüchtlingsheim hat das Landgericht Heidelberg Bewährungsstrafen verhängt.

21.03.2016
  • dpa/lsw

Heidelberg.  Das Gericht sah es als erwiesen an, dass einer der Angeklagten - ein 25 Jahre alter Ex-Bewohner des Flüchtlingsheims - mitten in der Nacht in der Unterkunft mehrere Feuer gelegt und dabei die Bewohner des Heims gefährdet hatte. Er wurde am Montag wegen Sachbeschädigung und versuchter Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Ebenso hoch ist die Bewährungszeit für seinen 27 Jahre alten Freund. Er wurde wegen Beihilfe zur Sachbeschädigung und Brandstiftung zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt.

Dem Duo sei nicht nachzuweisen gewesen, dass es die Brände bewusst gelegt habe, um anderen zu schaden, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung. Beide seien zur Tatzeit stark betrunken gewesen. Aus diesem Grund erscheine ein vorsätzliches Handeln nicht zwingend. Das Fehlen eines ersichtlichen Motivs spreche außerdem nicht dafür, dass die beiden Männer die etwa 100 Bewohner der Unterkunft vorsätzlich in Gefahr bringen wollten. Gleichwohl hätten sie fahrlässig gehandelt. Die Brände waren mitten in der Nacht gelegt worden. Bewohner hatten die Feuer rechtzeitig entdeckt. Deshalb wurde niemand verletzt. Es entstand auch nur geringer Schaden.

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21.03.2016, 08:40 Uhr | geändert: 21.03.2016, 17:00 Uhr
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