Impfung

Kommentar: Es wird noch dauern

Die Menschen können das Ende des Lockdowns kaum erwarten, aber bis genug Impfstoff vorhanden ist, um Normalität zu erreichen, wird es dauern. Zumal es noch Unwägbarkeiten gibt.

28.12.2020

Von HAJO ZENKER

Berlin. Wie groß die Hoffnung darauf ist, endlich vom Virus und vom Lockdown erlöst zu werden, kann man daran sehen, dass in Halberstadt genauso wie in Ungarn oder in der Slowakei der einheitliche Impfstart in der EU ignoriert wurde – und man sofort nach Lieferung der ersten Dosen loslegte. Dabei ist klar: So schnell werden wir die Pandemie nicht los. Weil zunächst nur wenig Impfstoff zur Verfügung steht. Was bis Jahresende ins Land kommt, reicht für 670 000 Menschen. Allein die Gruppe, die den allerersten Zugriff auf Impfstoff hat, wird auf achteinhalb Millionen Bürger geschätzt. Wenn dann jedoch wirklich mehr Vakzin eintrifft, muss sich zeigen, ob die Impfzentren halten, was sie versprechen.

Zudem: Keiner weiß, ob Mutationen des Virus nicht doch die Wirksamkeit des Impfstoffs beeinträchtigen. Und noch immer ist unbekannt, ob die Vakzine nicht nur Erkrankungen, sondern auch Ansteckung verhindern. Erst wenn man hier klarer sieht, erst wenn mehrere Impfstoffe, erzeugt mit unterschiedlicher Technologie, zur Verfügung stehen, ist das Ende des Corona-Schreckens tatsächlich nah.

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Erstellt:
28. Dezember 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Dezember 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2020, 06:00 Uhr

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