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Es weihnachtete sehr auf dem Rottenburger Nikolausmarkt

Rundum zufrieden zeigten sich die Händler, Standbetreiber und Besucher mit dem diesjährigen Nikolausmarkt. Unser Fotograf sammelte am Samstag Impressionen.

07.12.2008

Zwanzig Stände weniger als im vergangenen Jahr konnten ein positives Fazit von WTG-Geschäftsführer Klaus Bormann nicht trüben: „Über alle drei Tage war es überaus voll. Das Wetter hat uns verschont“. Die Philosophie, lieber einen geballten und nicht auseinander fallenden Nikolausmarkt zu präsentieren, sei die richtige. Auch Peter Weingärtner, der das bunte Treiben lediglich von seinem Stand am Rande des Marktplatzes aus beobachten konnte, freute sich über den Verlauf des Marktes: „Was ich in meinem Blickfeld sehe, ist gut“. Keine unzufriedenen Stimmen habe er vernommen.

In der Tat erfreute sich der dreitägige Rottenburger Advents-Event auch heuer großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Schon die Kleinsten wurden mit einer Weihnachtswerkstatt im Rathausfoyer bedacht. Barbara Blank und Manfred Böhm, zwei Künstler aus Günzburg gastierten dort mit ihrem „Flying Art Circus“, einer „Mitmach-Aktion, die einen künstlerischen Anspruch hat“, wie Böhm sagte: „In der Regel war es so, dass die Eltern mit ihren Kindern dablieben, weil sie selbst neugierig waren“. Nur selten hätten Eltern ihre Kinder abgegeben und seien Glühwein trinken gegangen.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Nikolausmarkts ist der Glühwein. Diesen zu genießen, trafen sich viele ältere Rottenburger und Auswärtige zwischen Markt- und Metzelplatz. Und wie der WTG-Chef bemerkte: „Die Ecke vor dem Dom entwickelt sich immer mehr zu einem Treff für Jugendliche“. Wie bei der Fasnet und dem Neckarfest kann jeder gewiss sein, an diesem Wochenende in der Stadt Freunden zu begegnen. Der 20jährige Julian Fial bestätigte: „Der Nikolausmarkt ist eine willkommene Gelegenheit, um alte Freunde zu treffen, die auch auswärts studieren und an diesem Wochenende extra heim fahren“.

Wo dann zusammen Glühwein getrunken wird, entscheidet oft die Vereinszugehörigkeit. Aber auch Preisunterschiede – Schwankungen zwischen einem und zwei Euro waren zu beobachten – können die Wahl des Lieblingsstandes beeinflussen. Oder Spezialangebote, wie das der „Wengert Hexen“. Bei ihnen konnte jeder einen „Hexenschuss“ bekommen; einen flambierten Glühwein. Schön sah das insbesondere in den dunklen Abendstunden aus.

Speziell am Beleuchtungskonzept möchte Bormann im kommenden Jahr noch ein bisschen feilen. Gerade um sich von der Tübinger ChocolART abzugrenzen, sei ja ein besonderes Rottenburger Flair wichtig.

Maureen Ogutu lebt für ein Jahr als Au pair in Rottenburg. Sie hat am Wochenende zum ersten Mal einen Glühwein getrunken und den Nikolaus kennengelernt. Bei ihr in Afrika, erzählte sie, werde Weihnachten eher amerikanisch gefeiert. Vor dem 24. Dezember gebe es keine Geschenke. Um so mehr war sie auch auf den Markt gespannt, nachdem sie von ihren Gasteltern in der Früh schon mit einem Nikolausteller überrascht worden war. „Die gefilzten Sachen sind sehr kreativ. Es gibt alles, von Engeln bis znnu Hausschuhen“, lobte sie das Angebot beim Kunsthandwerk. Auch die Holzarbeiten gefielen ihr. Und den Nikolaus hat sie getroffen.

Der ließ die Kinder in einen sehr großen Sack greifen und Äpfel und Schokolade herausholen. Sein Begleiter Knecht Ruprecht brauchte die Rute nicht zu benutzen, versprachen doch die Kleinen mit ehrfürchtig erfreutem Gesichtsausdruck, andere Kinder nicht zu ärgern, außer wenn sie von diesen geärgert würden.
Zufriedenheit auf allen Gesichtern, vom Genuss her wie vom Geschäft. Am Samstag hatten mindestens 25 Geschäfte bis Abends zur Tagesschauzeit geöffnet.

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07.12.2008, 12:00 Uhr
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